Freitag, 18. Oktober 2019

Briefträger steckt 1544 Euro in eigene Tasche

1544 Euro soll Umberto Paolo Zambelli zurückzahlen. So hoch ist laut Staatsanwaltschaft am Bozner Rechnungshof der effektive Schaden, den der Postangestellte angerichtet haben soll.

Der Briefträger hat Geld für Einschreibebriefe selbst kassiert.
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Der Briefträger hat Geld für Einschreibebriefe selbst kassiert. - Foto: © dpa-tmn / Zacharie Scheurer

In seiner Funktion als Postbote in der Zone Terlan soll er zwischen April 2014 und August 2015 von Empfängern Geld für Einschreibebriefe des Motorisierungsamtes kassiert und in die eigene Tasche gesteckt haben.

In einem Strafverfahren am Landesgericht – dort war er wegen Amtsunterschlagung angeklagt – war für Zambelli in diesem Fall bereits ein gerichtlicher Vergleich über 20 Monate bedingter Haft abgesegnet worden.

Am Donnerstag musste er sich am Rechnungshof verantworten. Die Staatsanwaltschaft fordert von Zambelli genau jene Summe ein, die er in die eigene Tasche gesteckt haben soll, nämlich 1544 Euro.

Ursprünglich forderte die Anklage zudem über 3000 Euro für einen möglicherweise entstandenen Imageschaden. Da Zambelli kein öffentlich Bediensteter ist, kam die Staatsanwaltschaft zur Auffassung, dass dies in einem eigenen Zivilverfahren von Staatsadvokatur bzw. von den Poste italiane eingeklagt werden muss.

em