„Ich hörte Vollgas geben. Und plötzlich habe ich die Schnauze vor mir“: Konrad Reifer, der Betreiber des Geschäfts, nimmt den Vorfall, der sich gegen 10.50 Uhr vor und vor allem in seinem Geschäft zugetragen hat, mit Humor. Eine etwas ältere Frau aus Brixen war gerade mit ihrem Fiat Punto, in dem auch ihr Sohn saß, die etwas abfallende Zufahrt zum Geschäft hinunter gefahren. Statt die Bremse dürfte sie dabei das Gaspedal gedrückt haben. Und so kam es, wie es kommen musste. Statt vor dem Geschäft stehen zu bleiben, fuhr der Wagen auf die vor dem drei mal zwei Meter großen Fenster abgelegten Festbank-Garnituren auf, durchschlug die Scheibe und kam neben Reifer, der gerade am Computer arbeitete, zu stehen. „Ich habe alles um die Ohren gekriegt“, lacht Reifer, „wie im Film“. Die Verkaufstheke, die hinter der Scheibe stand, wurde verschoben, der Heizkörper Richtung Reifer gebogen. „Die Möbel vor dem Fenster haben die Scherben aufgehalten“, erzählt Reifer, der am Schreibtisch neben der Scheibe vor dem Computer saß. Alle Beteiligten – im Geschäft befand sich außer Reifer niemand – blieben unverletzt, die Fahrerin war etwas geschockt. Während der Pkw nur einige Kratzer abbekam, musste das Fenster mit dem Firmenschriftzug ausgetauscht werden, was noch am Nachmittag passierte. „Sonst hätte ich heute im Geschäft schlafen können“, sagt Reifer. Die Möbel müssen noch repariert werden. Da sich beide Parteien einigten, musste die anwesende Stadtpolizei nicht einschreiten. ive/D