Montag, 15. Oktober 2018

Brixen: Baubeginn für Bahnunterführung

Präzisionsarbeit der Techniker und Bauarbeiter ist derzeit beim Bau der Bahnunterführung für den Mittelanschluss der Umfahrung Brixen gefragt. Die komplizierten und delikaten Arbeiten für die Bahnunterführung sind der Knackpunkt für das Gelingen des Bauvorhabens. Dabei wird ein vorgefertigter Tunnel aus Stahlbeton unter die Schienentrasse geschoben.

Knackpunkt beim Bau des Mittelanschlusses in Brixen: Ein vorgefertigter Tunnel wird in Präzisonsarbeit unter die Bahnlinie geschoben.
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Knackpunkt beim Bau des Mittelanschlusses in Brixen: Ein vorgefertigter Tunnel wird in Präzisonsarbeit unter die Bahnlinie geschoben. - Foto: © LPA

12 Meter sind bereits geschafft. Pro Tag wird das 3800 Tonnen schwere und 10 mal 11 Meter große Element aus Stahlbeton 4 Meter bewegt. 16 Meter sind nun noch zu bewältigen.

„Hier braucht es eine ganz genaue Abstimmung aller Arbeiten, denn es müssen alle Faktoren zusammenpassen, damit trotz der Bewegungen die rund 1500 Züge, die die Stelle passieren, ohne Unterbrechung und vor allem gefahrlos unterwegs sind", sagte der Tiefbaulandesrat. Der Mittelanschluss, so der Tiefbaulandesrat, sei ein wichtiges Element, um die Brixner Innenstadt weiter zu entlasten und werde nach der Umfahrung in Vahrn und der Südspange den Schwer- und Durchzugsverkehr effektiv aus der Stadt zu verlagern.

Aufwändige Überwachung über gesamtes Gelände 

Solche Arbeiten wären vor Jahren noch undenkbar gewesen, zeigte sich der Brixner Bürgermeister beeindruckt. Der Eingriff sei als Teil der Umfahrung und des Mobilitätskonzepts für Brixen nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Umgebung wichtig. 

Wie der für Tiefbau zuständige Ressortdirektor berichtete, seien die Voraussetzungen für die schwierigen Arbeiten im Moment geradezu ideal. Das ganze Gelände werde aufwändig überwacht.

Beim Mittelanschluss der Brixner Umfahrung wird der Verkehr nach einem ersten oberirdischen Teilstück zwischen dem Gemeindebauhof und der Reatto-Kaserne unterirdisch unter den Bahngleisen hindurch verlaufen. Diese Unterführung ist derzeit im Bau. Danach mündet der Verkehr zwischen den Tunnels auf der Süd- und Nordseite in die Umfahrung ein. Die Strecke wird insgesamt 468 Meter lang. Sie soll im Sommer 2019 befahrbar sein, kündigte der Tiefbaulandesrat an.

stol/lpa

stol