Donnerstag, 08. März 2018

Brixen: Halluzinogen statt Henna im Briefkasten

Die Finanzpolizei von Trient hat über 55 Kilogramm Khat beschlagnahmt. Kath ist auch als Droge der Armen bekannt und ist vor allem in Äthiopien, Yemen und Somalia verbreitet. Die Drogenpakete kamen per Post aus Äthiopien und waren an einen Mann in Brixen adressiert.

Die Finanzpolizei stellte über 55 Kilogramm Khat sicher. - Foto: Guardia di Finanza
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Die Finanzpolizei stellte über 55 Kilogramm Khat sicher. - Foto: Guardia di Finanza

Die Drogen waren auf 5 Postsendungen aufgeteilt und kamen direkt aus der Hauptstadt Äthiopiens, Addis Abeba. Adressiert waren die Pakete an einen 57-jährigen Südtiroler in Brixen.

Am Flughafen von Mailand-Malpensa wurden die Pakete auf ihrem Weg nach Südtirol kontrolliert. Die Antidrogen-Einheit alarmierte die Finanzwache im Trentino, diese wiederum ihre Kollegen in Brixen.

Der Brixner, an den die illegalen Pakete adressiert waren, wurde daraufhin von den Behörden verhört. Es stellte sich heraus, dass er 2 Somaliern gegen ein kleines Entgelt die Pakete auf seinen Namen schicken ließ. Die beiden Männer, der 33-jährige A.J. und der 39-jährige A.A. gaben dem Brixen vor, dass es sich beim Inhalt um Henna zum Tätowieren handle. In einer Bar war die Übergabe der Pakete an die beiden Männer geplant.

Die Finanzpolizei beschloss, bei diesem Treffen zwischen dem Brixner und den beiden Somaliern, von denen einer in Telfs und einer in Schwaz in Nordtirol lebt, die mutmaßlichen Täter zu überführen.

Dort beschlagnahmten sie insgesamt 55,3 Kilogramm Khat. Die beiden Somalier wurden festgenommen und ins Bozner Gefängnis gebracht.

stol

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