Sonntag, 11. November 2018

Brixen: Vorwurf der versuchten sexuellen Gewalt

Ein 19-jähriger Mann aus Nigeria soll versucht haben, einer Mitarbeiterin eines Aufnahmezentrums für Flüchtlinge in Brixen sexuelle Gewalt anzutun. Der Mann konnte sofort verhaftet werden.

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Foto: © shutterstock

Am Sonntag hatte die italienische Nachrichtenagentur Ansa in Bezug auf Meldungen aus dem Innenministerium in Rom berichtet, der Mann hätte eine Mitarbeiterin eines Aufnahmezentrums in Brixen vergewaltigt.

Keine Vergewaltigung

Die Carabinieri stellten umgehend richtig: Es handelt sich um einen Fall versuchter sexueller Belästigung. Demnach seien die Carabinieri von Brixen am Freitag in das Aufnahmezentrum gerufen worden, weil eine Mitarbeiterin belästigt wurde. Der sofortige Einsatz der Carabinieri habe jedoch verhindert, dass es bis zum Äußersten kam.

Da sich der 19-Jährige auch noch heftig wehrte, wurde er wegen versuchter sexueller Gewalt und Widerstand gegen Amtsträger festgenommen und ins Bozner Gefängnis gebracht.

Möglicherweise sofortige Abschiebung

Dort wartet er nun auf die Entscheidung der Gerichtsbarkeit, ob sein Asylantrag abgelehnt und er sofort des Landes verwiesen wird, wie es das neue Sicherheitsdekret von Innenminister Matteo Salvini vorsieht.

Dieser postete am Sonntag selbst über den Fall und kommentierte: „Ekelhaft! Dank des Salvini-Dekrets kommt es in so einem Fall nun zur Abschiebung!“ 

Salvini sprach ebenfalls von einer Vergewaltigung - was laut Carabinieri nicht korrekt ist.

Am Montag findet die Haftprüfung statt.

stol

stol