Am Mittwoch hatte kurz nach 21.15 Uhr eine Anwohnerin über die Notrufnummer 112 gemeldet, dass sie in der Cesare-Battisti-Straße in einen Verkehrsunfall verwickelt worden sei und der andere Fahrer geflüchtet sei. <BR /><BR />Die Frau konnte die Marke der Limousine eines bundesdeutschen Herstellers, das Modell und das Kennzeichen des Fahrzeugs angeben, den Fahrer beschreiben und einen Teil des Fluchtweges benennen, da sie dem Wagen gefolgt war.<BR /><BR />Die Carabinieri stellten fest, dass der Unfallwagen am Morgen in Rovereto gestohlen worden war. Sie nahmen die Verfolgung auf. Als der Fahrer sie bemerkte, flüchtete er in Vahrn – einige Kilometer vom Unfallort entfernt – in eine Nebenstraße. Dort stellte er das Auto auf einem Parkplatz ab und lief davon. <BR /><BR />Die Carabinieri durchsuchten die Gegend und fanden einen Fußgänger, auf den die Beschreibung der Frau passte. Auf die Frage der Carabinieri nach einem Dokument gab der 20-Jährige an, keines bei sich zu tragen. Er gab den Beamten jedoch Personalien an.<BR /><BR />Als die Beamten den Mann nach dem Grund seines Aufenthalts in Vahrn fragten, begann er sich in Widersprüche zu verstricken. Bei der Durchsuchung fanden die Carabinieri bei ihm einen Ausweis mit anderen Daten als den angegebenen, den Schlüssel des gestohlenen Pkws, 4 Dosen Haschisch (8 Gramm) und über 400 Euro. <BR />Der 20-Jährige wurde in der Kaserne wegen Hehlerei, falscher Angaben zur Person, Drogenbesitz zum Zwecke des Handels, Verweigerung eines Drogentests und wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis angezeigt. Der Mann wurde gegen 3 Uhr entlassen. <BR /><BR /><b>Limousine gekreuzt</b><BR /><BR />Am nächsten Morgen kreuzte gegen 10.30 Uhr auf der Straße nach Lüsen eine Limousine eines bundesdeutschen Autoherstellers einen Streifenwagen der Carabinieri Lüsen. Der Wagen entsprach der Marke des gestohlenen Wagens vom Vortag. Die Beamten informierten die Einsatzzentrale und verfolgten den Pkw. <BR /><BR />Nachdem im September in Villnöß nach einer solchen Beobachtung Einbrecher gestellt werden konnten, vermuteten die Beamten, auf der Spur einer Diebesbande zu sein. Alle Streifen in der Nähe machten sich auf die Suche nach dem Wagen. Als der Fahrer die Ordnungskräfte sah, kam es zwischen Lüsen und Brixen auf einer Strecke von 10 Kilometern zu einer Verfolgungsjagd, an der 4 Streifenwagen beteiligt waren. <BR /><BR />Gegen 11 Uhr blockierten 2 Einsatzfahrzeuge in der Plosestraße den Weg des Flüchtigen. Dieser hielt kurz an, wendete dann plötzlich und rammte das Carabinieriauto, das sich ihm von hinten genähert hatte. Der Verfolgte prallte daraufhin gegen einen Baum, stieg aus und wollte davonlaufen. Die Carabinieri hielten ihn fest und verhafteten ihn. <BR /><BR />Dabei erlitt ein Carabiniere eine Schulterprellung, für die später eine Heilungsdauer von 8 Tagen prognostiziert wurde. Beim Fahrer in der Limousine handelte es sich um denselben Mann aus Agordo, den die Carabinieri am Vorabend festgenommen hatten. Der Wagen, mit dem er nach Lüsen unterwegs war, war um 8 Uhr an einer Tankstelle in Brixen gestohlen worden.<BR /><BR />Bei der Durchsuchung in der Kaserne zeigte sich, dass der 20-Jährige 15 Gramm Haschisch bei sich trug. Er wurde wegen schweren Diebstahls und Widerstandes gegen die Staatsgewalt festgenommen. Zudem wurde er wegen schwerer Sachbeschädigung, Drogenbesitzes mit der Absicht der Weitergabe, Verweigerung eines Drogentests und – neben der Geldstrafe für das Fahren ohne Führerschein – wegen mehrerer Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung angezeigt.<BR /><BR />Gegen ihn wurde ein Aufenthaltsverbot in Vahrn und Brixen verhängt. Der Mann wurde ins Gefängnis von Bozen gebracht. Die Carabinieri ermitteln, warum sich der Arbeitslose in Südtirol aufgehalten hatte und woher die Drogen stammen.