Der 31-Jährige stellte sich am Montag der Polizei und erklärte, er wolle politisches Asyl in der Schweiz beantragen, wie die Behörden mitteilten.Die 202 Passagiere und Crewmitglieder kamen mit dem Schrecken davon, es wurde niemand verletzt.Die Boeing 767 war in Addis Abeba gestartet. Nach der erzwungenen Landung am Genfer Flughafen ließ sich der Luftpirat an einem Seil aus einem Fenster im Cockpit herab, wie der Genfer Polizeisprecher Eric Grandjean sagte.Der äthiopische Staatsbürger sei auf die Polizei zugerannt und habe sofort erklärt, er sei der Co-Pilot und Entführer der Maschine. Er habe angegeben, er fühle sich in seiner Heimat „bedroht“ und wolle Asyl beantragenPolizei-Spezialkräfte gingen anschließend an Bord und nahmen eine erste Sicherheitskontrolle der Passagiere vor, die meisten von ihnen Italiener.Alle Reisenden und Besatzungsmitglieder seien „sicher und gesund“, teilte die Fluggesellschaft Ethiopian Airlines mit.Brixner unter den PassagierenUnter den Passagieren war auch Marco Gianfranco Dragà aus Brixen. "Wir haben gemerkt, dass etwas nicht in Ordnung war, da plötzlich die Sauerstoffmasken herunterfielen und der Co-Pilot in einer Durchsage erklärte, wir sollten sie anlegen. Wir hatten Angst", erzählte der Geologe gegenüber Medien.Da er um sein Leben fürchtete, schrieb er seiner Frau Karin am frühen Morgen eine SMS, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa.Später habe sie weitere Kurznachrichten erhalten, da ihr Mann nicht gewusst habe, wo das Flugzeug gelandet sei, berichtete Karin Dragà.Die Landung selbst sei sehr hart gewesen, weshalb die Passagiere befürchtet hätten, der Pilot habe möglicherweise die Kontrolle über das Flugzeug verloren.Über die Medien habe sie schließlich erfahren, dass die Entführung ohne Verletzte zu Ende gegangen sei, so Karin Dragà.Zuerst habe sie beschlossen, ihren Kindern nichts zu erzählen, aber nachdem bei der Flugzeugentführung niemandem etwas passiert sei, habe sie beschlossen, ihren Kindern - sieben und neun Jahre alt - zu erzählen, was ihrem Vater passiert war.apa/afp/stol______________________________________________________Wie Marco Gianfranco Dragà die Entführung erlebt hat, erzählt er in der Dienstag-Ausgabe der Tageszeitung "Dolomiten".Hier ein Video der Tageszeitung "La Repubblica" aus dem Inneren des Flugzeugs nach dem Ende der Entführung. Hier öffnen