Die Abbruchstelle befindet sich am Mitterwalder Berg, am Hang oberhalb der Q8-Tankstelle am südlichen Ende von Sinich. Es war Talamoni selbst, der am Montag auf den Steinschlag aufmerksam wurde, weil er auf dem Wanderweg, der von Sinich über den Mitterwalder zum Hecher führt, unterwegs war. <BR /><BR />„Zunächst sah ich nur, dass das Gebüsch mitten auf dem Weg lag und dass sich etwas über 2 Schneisen einen Weg gebahnt hatte“, sagt er. Erst dann schaute er genauer nach und entdeckte in den niedergewalzten Steinschlagnetzen an einer Stelle 3 Felsbrocken in der Größe von 1,2 bis 1,5 Kubikmetern. Und an der anderen Stelle einen 2,5 Kubikmeter großen Brocken. <BR /><BR />„Ein Brocken so groß wie ein Cinquino. Dieser hätte genau ein Wohnhaus darunter getroffen, wäre er nicht von den Netzen aufgefangen worden. Glücklicherweise ist der Brocken auf weicher, nasser Erde aufgeschlagen. Das hat ihn eingebremst. Wäre der Boden hart gewesen, wäre er weiterkatapultiert worden“, sagt Tamamoni. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1091049_image" /></div> <BR /><BR />Die anderen 3 Gesteinsbrocken waren Richtung Reichstraße unterwegs, wälzten zwar den Steinschlagzaun nieder und bogen die Stützen um, blieben aber trotzdem hängen. „Wir haben gewaltiges Glück gehabt. Nicht auszudenken, wenn die Blöcke das Haus getroffen bzw. bis auf die Straße gestürzt wären. Die Netze sind zwar total ,derschlogn‘, aber sie haben gehalten“, sagt Talamoni.<h3> Aufräumarbeiten zügig angehen</h3>Am Dienstag wurde bereits ein Lokalaugenschein mit Nikolaus Mittermair, Geologe der Gemeinde Meran, durchgeführt. Der Wanderweg „Graf Volkmar-/Regglweg“ wurde gestern von der Reichstraße 99 bis zur „Jausenstation Mitterwalder“ gesperrt. <BR /><BR />Da man nicht ausschließen könne, dass weitere Felsbrocken nachkommen, müssten die zerstörten Steinschlagnetze so schnell wie möglich erneuert werden. Aber zuvor müssen die 4 Felsbrocken möglicherweise gesprengt und verräumt werden. Dazu dürfte aller Voraussicht nach die Evakuierung des Wohnhauses darunter und die Sperrung der Landesstraße nötig sein.<BR /><BR /> „Die neuen Steinschlagnetze werden dann stärkere sein und eine Wucht von 6000 Kilojoule abfangen können, die bisherigen, die vor 15 Jahren errichtet wurden, waren auf 3000 kJ ausgerichtet“, sagt Talamoni. <BR /><BR />Zur Erinnerung: Vor 10 Jahren war es in der Gewerbezone Sinich zu einem Felssturz gekommen. Damals brachen von einer Felswand hinter der Gewerbezone 15.000 Kubikmeter Fels und Geröll ab. Diese Abbruchstelle befindet sich rund 500 Meter weiter nördlich.<h3> „Material wird entfernt und Zaun neu errichtet“</h3>„Ich bin sehr froh, dass niemand zu Schaden gekommen ist. Die Gemeinde ist bereits aktiv geworden, um das Material so schnell wie möglich zu entfernen und die Steinschlagnetze wieder neu zu errichten“, sagte gestern Vizebürgermeisterin Katharina Zeller.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1091052_image" /></div> <BR /><BR />Da Bürgermeister Dario Dal Medico im Urlaub ist, ist sie interimistisch als Stellvertreterin für den Zivilschutz zuständig. Angesichts dieses Steinschlages zeige sich einmal mehr, wie wichtig diese Schutzmaßnahmen seien. Die Arbeiten werden die Gemeinde weit über 100.000 Euro kosten. „Damit niemand zu Schaden kommt, wurde auch veranlasst, den Wanderweg von Sinich Richtung Mitterwalder zu sperren, bis die Arbeiten beendet sind. Ich bitte um Verständnis.“