Mittwoch, 06. Dezember 2017

Brötchenmüll nach Agrialp: „Soll nicht mehr vorkommen“

Haufenweise belegte Brötchen, fertig zum Verzehr - im Müll: Die Fotos der zum Bersten gefüllten Müllcontainer hinter der Messe Bozen kursierten am Mittwoch in den Südtiroler Medien. „Wir sind dabei herauszufinden, wie es soweit kommen konnte“, so der Direktor der Messe Thomas Mur im Gespräch mit STOL. Ein Lösungsansatz steht auch schon bereit.

Foto: Alto Adige
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Foto: Alto Adige

Es sind Fotos der Verschwendung, die ein Leser des „Alto Adige“ nach der Landwirtschaftsmesse „Agrialp“ Ende November geschossen hatte. Haufenweise belegte Brötchen, aber auch andere Lebensmittel, waren in den Müllcontainern der Messe gelandet.

„Wir beschäftigen uns bereits den ganzen Tag mit der Sache“, erklärt Messe-Direktor Thomas Mur auf Nachfrage von STOL. „Meines Wissens ist so etwas noch nie vorgekommen. Die Bilder sind natürlich unschön, vor allem wenn man bedenkt, dass wir uns immer wieder um Nachhaltigkeit bemühen, auch in unseren Veranstaltungen. Aber daran ist jetzt leider nichts mehr zu ändern. Was wir hingegen machen können, ist lösungsorientiert zu arbeiten.“

Gemeinsam Gutes tun

Und das hat die Messe Bozen auch vor: Bereits am Mittwoch wurden Gespräche mit dem wohltätigen Verein „Banco Alimentare“ und dem Volontarius-Projekt „Cacciatori di Briciole“ geführt. 

Mit diesen soll künftig eine Zusammenarbeit entstehen: „Wir werden sowohl unsere Pächter als auch die Aussteller, die Catering an ihren Ständen anbieten, verpflichten oder zumindest darauf hinweisen, dass sie Lebensmittelrückstände an diese Vereine abgeben sollen“, erklärt Mur die Lösung für das Problem.

Gemeinsam für die gute Sache: Christian Bacci (Koordinator "Cacciatori di Briciole"), Armin Hilpold (Präsident der Messe Bozen) und Luca Merlino (Vize-Präsident "Banco Alimentare", Delegierter für Südtirol). - Foto: Messe Bozen

„Mit diesem Schritt nehmen wir auch die Pächter unserer Gastronomiebetriebe in die Verantwortung und garantieren Besuchern, Ausstellern und Zulieferern, dass mit Lebensmitteln, die trotz sorgfältiger Planung übrig bleiben, auch noch Gutes getan wird“, ergänzt der Präsident der Messe, Armin Hilpold.

So sollen die belegten Brötchen künftig nicht mehr im Müll landen, sondern in bedürftige Hände gelangen.

stol/liz

stol