Freitag, 04. November 2016

Brücke stürzt auf Schnellstraße: Ingenieure im Visier der Ermittler

Vor einer Woche ist eine Überführung in der Nähe von Lecco (Lombardei) eingestürzt. Dabei verlor ein Autofahrer sein Leben. Nun wird gegen drei Männer ermittelt.

Die eingestürzte Brücke begrub ein Auto unter sich. Der Lenker überlebte nicht.
Die eingestürzte Brücke begrub ein Auto unter sich. Der Lenker überlebte nicht. - Foto: © LaPresse

Die schrecklichen Bilder, die vergangenen Freitag für Entsetzen in ganz Italien und Südtirol sorgten, sind noch allgegenwärtig: Eine Überführung zwischen Lecco und Mailand. Ein Schwertransporter, der darüber fährt. Die Unterführung, die ihren Dienst versagt. Ein weißer Audi, der unter den herabstürzenden Massen begraben wird.

Der Einsturz der Brücke forderte vier Verletzte, darunter zwei Kinder, und ein Todesopfer. Der Lenker des Audis hat den Vorfall nicht überlebt.

Ermittlungen gegen drei Ingenieure

Eine Woche später wird gegen drei Männer ermittelt. Zwei Ingenieure der Provinz Lecco und ein Ingenieur der Anas (Azienda Nazionale Autonoma delle Strade), eine staatliche Gesellschaft, die Straßen und Autobahnen von staatlichem Interesse aufrechterhalten soll, sind ins Visier der Ermittler geraten. Die Ermittlungshypthese lautet auf Tötung und fahrlässige Verursachung eines Unglücks. Wie die Staatsanwaltschaft von Lecco bestätigte, wurden die Männer ins Ermittlungsregister eingetragen.

Gegen den Lenker des Schwertransporters und die Eigentümerfirma wird derzeit nicht ermittelt. Allerdings könne nicht ausgeschlossen werden, so berichten italienische Medien am Freitag, dass noch gegen weitere Personen vorgegangen werde.

stol

stol