Montag, 29. August 2016

Brüssel: Bombe explodiert

In Brüssel hat es am Montag einen Bombenanschlag auf das Kriminologische Institut gegeben. Verletzt wurde dabei niemand, wie der Sender RTL gemeldet hat.Die nächtliche Explosion beim wichtigsten belgischen Kriminallabor in Brüssel hat aber schweren Sachschaden verursacht.

Seit März gilt in Belgien eine erhöhte Alarmbereitschaft.
Seit März gilt in Belgien eine erhöhte Alarmbereitschaft.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte sich Montag früh nicht zur Explosionsursache äußern, sprach jedoch von einem „kriminellen Hintergrund“. Laut Feuerwehrsprecher Pierre Meys war die Detonation sehr stark, die Fensterscheiben des Gebäudes wurden dutzende Meter weit ins Freie geschleudert. Die Nachrichtenagentur Belga zitierte dagegen Polizeiquellen, wonach es keine Detonation gegeben habe. Vielmehr seien Täter in der Nacht auf Montag ins Gebäude eingedrungen und hätten Feuer gelegt. Die Staatsanwaltschaft kündigte für den späten Vormittag eine Pressekonferenz an.

Keine Verletzten

Laut dem Fernsehsender RTBF rammten zwei Verdächtige in der Nacht ein Auto gegen das Gebäude in einem nördlichen Vorort der belgischen Hauptstadt, bevor sie einen Brandsatz ins Gebäude warfen und den Wagen in Brand setzten. Dutzende Feuerwehrleute waren im Einsatz, Anrainer wurden durch den Knall der Explosion gegen 3.00 Uhr aus dem Schlaf gerissen.
Das Nationale Institut für Kriminalistik und Kriminologie (INCC) ist eine wissenschaftliche Einrichtung der belgischen Justiz. In den Labors werden vor allem Spuren von Tatorten und Verdächtigen ausgewertet, um Täter zu überführen. Das war zum Zeitpunkt der Explosion leer, niemand wurde verletzt.

Seit März erhöhte Alarmbereitschaft

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft richtete nach der Explosion einen Krisenstab ein. In Belgien herrscht seit Monaten erhöhte Alarmbereitschaft. In Brüssel waren im März bei islamistischen Anschlägen am Flughafen und in einem U-Bahnhof 32 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden. Zu den Attentaten bekannte sich die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

apa/reuters/dpa/afp

stol