Mittwoch, 28. August 2019

Brüssel: Brenner-Streit-Gespräche gehen weiter

Im Streit um die stark befahrene Alpenstrecke über den Brenner gehen die Gespräche zwischen Deutschland, Österreich und Italien weiter. Ein Expertentreffen mit Blick auf Maut-Maßnahmen sei abgehalten worden, hieß es am Mittwoch aus EU-Kommissionskreisen in Brüssel.

Ein weiteres Expertentreffen sei für 5. September geplant.
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Ein weiteres Expertentreffen sei für 5. September geplant. - Foto: © APA

Neben den Staaten seien auch die deutsche Regionen Bayern, das österreichische Bundesland Tirol und Südtirol vertreten gewesen. Ergebnisse wurden nicht bekannt. Ein weiteres Expertentreffen sei für 5. September geplant. Tirol hatte mit Sondermaßnahmen an der sehr stark befahrenen Strecke über die Alpen für Unmut in Deutschland gesorgt.

Fahrverbote sollen ein Ausweichen von der mautpflichtigen Autobahn verhindern; eine sogenannte Blockabfertigung drosselt an bestimmten Tagen die Einreise von Lastwagen und führt regelmäßig zu langen Staus auf bayerischer Seite. Über den Brenner fahren nach österreichischen Angaben jährlich bis zu 2,5 Millionen Lastwagen.

Korridormaut soll Strecke unattraktiver machen

Der deutsche Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte Ende Juli bei einem Krisentreffen mit Österreich Entlastungsmaßnahmen für den Brenner vereinbart, etwa mehr Schwerlasten mit der Bahn zu transportieren und den Lkw-Verkehr besser zu steuern.

Österreich will zudem die Nutzung der Strecke mit einer sogenannten Korridormaut von München bis Verona insgesamt teurer und damit unattraktiver machen. Die EU-Kommission dringt darauf, dass die betroffenen Länder und Regionen das Problem gemeinsam lösen und nicht einseitige Maßnahmen verhängen. Beim Treffen im September soll es vor allem um den Bahn-Transport gehen.

dpa

stol