Donnerstag, 12. Mai 2016

Bruneck: 200 Hanf-Pflanzen in verstecktem Keller entdeckt

Der Südtiroler habe sich „absolut nicht kooperativ“ verhalten, sagen die Finanzpolizisten. Trotzdem entdeckten die Beamten hinter einer Gipskartonwand im seinem Keller in Bruneck, das, was der Mann wohl zu verstecken versuchte.

Foto: Finanzwache
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Foto: Finanzwache

Gartengerät, Erde, Dünger, Wärmelampen und 209 Hanf-Pflanzen: Laut einer Aussendung der Finanzwache am Donnerstag hat ein Südtiroler in Bruneck eine große Hanf-Plantage angelegt und betreut.

Den „Garten“ entdeckten die Beamten bei einer Hausdurchsuchung am Mittwoch. Die Drogenhunde „Flash“ und „Agros“ hatten bei einem Holzstapel im Keller angeschlagen. Hinter dem Holz stießen die Finanzbeamten auf eine Wand aus Gipskarton, dahinter lag ein enger Durchgang, der in einen weiteren versteckten Keller führte. Dort wiederum stellte die Finanzpolizei, der eigenen Pressemitteilung zufolge, die Pflanzen und das Gartengerät sicher.

Rauschgift mit Marktwert von 16.000 Euro

Zusätzlich dazu beschlagnahmten die Männer der Finanzpolizei 300 Gramm Marihuana. Das Rauschgift sei schon verkaufs- bzw. konsumfertig zubereitet worden, heißt es in der Aussendung.

Die über 200 Pflanzen hätten wohl wiederum rund 500 Gramm Rauschgift abgeworfen, meinen die Beamten. Der geschätzte Marktwert der Drogen: wohl 16.000 Euro.

Den Mann erwartet ein Eilverfahren

Der vermeintlich Verantwortliche für die Hanfplantage ist in das Visier der Ermittler geraten. Angaben der Finanzpolizei zufolge handelt es sich bei dem Mann um einen Südtiroler aus Bruneck.

Als die Beamten sein Heim betraten, habe der Mann 2 Gramm Haschisch für den Eigengebrauch vorgelegt. Von da an aber habe er sich „absolut nicht kooperativ“ verhalten, schreiben die Finanzpolizisten. Der Mann wurde verhaftet und in die Kaserne nach Bruneck gebracht. Am Freitag soll er sich in einem Eilverfahren verantworten.

stol 

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