Donnerstag, 23. April 2015

Bruneck: Fünf Schülerinnen ins Spital eingeliefert

Es begann damit, dass mehrere Schülerinnen des Berufsbildungszentrum Bruneck im Turnunterricht über Übelkeit klagten: Zur Mittagszeit mussten insgesamt 55 Personen aus der Turnhalle geholt und in Sicherheit gebracht werden.

Foto: FFW Bruneck
Badge Local
Foto: FFW Bruneck

Der Notruf ging gegen 12 Uhr bei den Einsatzkräften ein: Drei Klassen hatten in getrennten Bereichen der Turnhalle "Campus" Sportunterricht, als mehreren Schülerinnen plötzlich schlecht wurde.

Das Weiße Kreuz rückte aus, um sich um die Patienten zu kümmern. Da anfangs davon die Rede war, dass Gas ausgetreten sein könnte und den Schülerinnen deshalb übel geworden sein könnte, eilte auch die Freiwillige Feuerwehr von Bruneck zum Einsatzort.

Die Bilanz des Einsatzes: Fünf Schülerinnen wurden sofort ins Krankenhaus eingeliefert, sind inzwischen aber wieder zuhause.

Alle drei Klassen, insgesamt 55 Personen, wurden in Sicherheit gebracht, die Turnhalle wurde evakuiert.

Zwei weitere Schülerinnen eingeliefert

Im Laufe des Nachmittages wurden noch zwei weitere Schülerinnen in das Krankenhaus von Bruneck eingeliefert, aber auch sie konnten bald entlassen werden.

Zudem wurden 14 weitere Schülerinnen der drei Klassen (zwei Klassen mit 20 und eine Klasse mit 15 Schülern) betreut.

Turnhalle bis auf Weiteres geschlossen

Sigfried Steinmair war gerade auf dem Weg zum Mittagessen, als ihn die Nachricht vom Einsatz in seiner Schule ereilte. "Es ist schon sehr seltsam, wenn plötzlich mehrere Schülerinnen über Übelkeit klagen", erklärte der Direktor des Berufsbildungszentrum Bruneck im Gespräch mit STOL. Doch Steinmair kann Entwarnung geben: "Nach ersten Erhebungen der Feuerwehr scheint Gasaustritt ausgeschlossen."

Trotzdem: Die Turnhalle "Campus" werde für den Rest der Schulwoche geschlossen, kündigte der Direktor an. Dadurch, dass wohl kein Gas ausgetreten sei, bestehe zwar keine Explosionsgefahr. Doch detaillierte Luftwertmessungen stünden an. Es gelte, die Hintergründe für die Übelkeit der Schülerinnen zu klären.

"Vielleicht hat es mit dem Temperatursprung der vergangenen Tage zu tun", meint der Direktor. "Es war letzthin ungewöhnlich warm, zumindest für Pusterer Verhältnisse."

Wie die Feuerwehr Bruneck mitteilte, werden am Donnerstagnachmittag und am Freitag weitere Messungen durchgeführt und erst dann die Turnhalle freigegeben. 

Das Berufsbildungszentrum Bruneck selbst erklärte in einer Aussendung am Nachmittag: "Das BBZ Bruneck wird alles unternehmen, die Sicherheit seiner Schülerinnen und Schüler auch weiterhin zu gewährleisten."

stol

stol