Dienstag, 30. August 2016

Bruneck: Gefahrguttransport beschlagnahmt

In der Nacht auf Dienstag ist die Freiwillige Feuerwehr von Bruneck ausgerückt, um einen nicht gekennzeichneten Gefahrguttransport zu kontrollieren.

Die Freiwillige Feuerwehr und die Finanzwache von Bruneck sind in der Nacht ausgerückt, um einen Gefahrguttransport zu kontrollieren. - Foto: FFW Bruneck
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Die Freiwillige Feuerwehr und die Finanzwache von Bruneck sind in der Nacht ausgerückt, um einen Gefahrguttransport zu kontrollieren. - Foto: FFW Bruneck

Die Alarmierung erreichte die Feuerwehr um 23.24 Uhr: Die Finanzwache Bruneck hatte ihre Hilfe angefordert. Auf der Pustertaler Hauptstraße eingetroffen, hielten die Beamten einen Tanklastzug mit 30.000 Litern unbekannter Flüssigkeit auf, der ohne entsprechende Gefahrgut-Kennzeichnung und den dafür benötigten Papieren unterwegs war.

Die Beamten eskortierten den Lastzug zur Feuerwache Bruneck, wo er von den Wehrmännern unter Atemschutz und primärem Gefahrgutschutz einer genaueren Überprüfung unterzogen wurde.

Dabei stellte sich heraus, dass der Tanklastwagen kleinere Beschädigungen aufwies und 30.000 Liter Dieselkraftstoff geladen hatte.

Treibstoff-Schmuggel immer weiter verbreitet

Der Tanklastzug samt Inhalt wurde daraufhin von der Finanzwache unverzüglich beschlagnahmt und die beiden Fahrer aus Neapel zur weiteren Befragung in die Kaserne der Finanzwache verbracht. Der Sattelzug wurde hingegen von der Feuerwehr Bruneck gesichert und wird bis zu den laut Gesetz vorgesehenen Maßnahmen kontrolliert zwischengelagert.

Wie sich herausstellte, waren die beiden Camion-Fahrer keineswegs zum ersten Mal illegal mit Gefahrgut unterwegs und hatten den Treibstoff in Slowenien erhalten.

Weitere Ermittlungen brachten zum Vorschein, dass die beiden von einer lombardischen Firma engagiert worden waren, die bereits in der Vergangenheit mit der dortigen Finanzwache in Konflikt geraten war. Damals waren 4 Verantwortliche der Firma festgenommen worden - darunter auch jene, die den im Pustertal aufgehaltenen Transport in Auftrag gegeben hatten.

Der Schmuggel von Treibstoff ist laut Finanzwache immer weiter verbreitet, da sich kriminelle Banden dadurch erhoffen, an Akzisen zu sparen.

stol

stol