AVE, das sind Enrico Pintore und Adriano Habibaj aus Bruneck. Mit ihrer aktuellen Single setzen sie gerade den wohl wichtigsten musikalischen Meilenstein ihrer bisherigen Laufbahn. Zwei Wochen nach der offiziellen Veröffentlicht liegt ihre Single „Meet Me in the Dark“ bei über zwei Millionen Streams auf Spotify und Youtube. Nach oben scheint noch einiges möglich. <BR /><BR />„Da ist uns schon etwas Besonderes gelungen“, sagt Pintore im Gespräch mit „Backstage“. „Beim Produzieren des Liedes hatten wir schon ein gutes Gefühl. Wirklich klar wurde es uns aber erst, als wir die ersten Reaktionen auf TikTok sahen.“ Noch bevor AVE den Song bei einem Label platzierten, luden sie einen kurzen Ausschnitt hoch. „Der ging sofort durch die Decke.“<h3>„Das Label kam auf uns zu“</h3>Normalerweise läuft es so: Künstler schicken ihre Songs an Labels, hoffen auf eine Antwort – und kassieren oft genug Absagen oder bekommen keine Antwort. Diesmal drehte sich die Logik um. „Eines der renommiertesten Labels im elektronischen Bereich, Spinnin’ Records aus den Niederlanden, kontaktierte uns, um den Song herauszubringen. Das war der absolute Wahnsinn und beweist, dass Labels sehr wohl auf einen zukommen, wenn sie Potenzial sehen.“ Ganz aus dem Nichts kam der Kontakt nicht: Spinnin’ kannte die beiden bereits von einer früheren Veröffentlichung. Trotzdem: Bei „Meet Me in the Dark“ lief plötzlich vieles fast von selbst.<BR /><BR />Musikalisch bewegt sich der Track zwischen Radio und Club – mit klarer Tendenz Richtung Radio. 2-Step, UK House, Deep House: Mehrere Einflüsse stecken darin. „Der Sound klingt frisch. Obwohl er von der Produktion her eher simpel gehalten ist – einfach, aber effektiv.“ Schon der Einstieg mit der männlichen Stimme, die „Baby, meet me in the dark“ singt, bleibt sofort hängen. Die Antwort darauf liefert ein perkussiver Synth. Dass der stärkste Moment gleich zu Beginn kommt und das Zusammenspiel so direkt funktioniert, dürfte der Hauptgrund für den massiven Streaming-Erfolg sein.<h3> Was hinter dem Erfolg steckt</h3>Über Nacht kam dieser Erfolg nicht. „Wir produzieren seit sieben Jahren. Adriano kümmert sich vor allem um das Künstlerische, ich arbeite an den Tracks mit und mache sehr viel Content für Social Media“, erzählt Pintore. In den vergangenen drei Jahren habe er an mindestens fünf Tagen pro Woche etwas gepostet. „Lange Zeit für eine sehr begrenzte Reichweite. Seit gut einem halben Jahr macht sich diese intensive Arbeit in den sozialen Netzwerken endlich bezahlt.“ Ein erfolgreiches Musikprojekt brauche heute beides: gute Songs – und eine regelmäßige Online-Sichtbarkeit.<BR /><BR />Die Geschichte von „Meet Me in the Dark“ und dem Duo AVE scheint jedenfalls noch lange nicht zu Ende erzählt. Das nächste Auftritts-Highlight wartet daheim in Bruneck: Mitte Juli spielen die beiden beim „Crazy Castle Festival“. „Das ist unser Heimspiel.“<h3> Freitag ist „Backstage“-Tag</h3>Jeden Freitag stellen wir im Rahmen von „Backstage“ die beste Musik „Made in Südtirol“ vor - im „Dolomiten Magazin“, auf „STOL“ und im Rahmen des „Hitcountdowns“ auf „Südtirol 1“. „Backstage“ bietet heimischen Künstlerinnen und Künstlern die größte mediale Bühne des Landes.