Die beiden Angreifer sollen bereits identifiziert worden sein. <BR /><BR />Mit großen Sicherheitsproblemen hatte am Martinimarkt niemand gerechnet. Obwohl im Überetsch in letzter Zeit vermehrt von Gruppen von Personen berichtet wird, die Dorffeste und weitere Veranstaltungen aufsuchen, um Konflikte auszulösen, habe er „eine solche Gewalteskalation noch nie erlebt“, berichtet ein 20-jähriger Kalterer gegenüber s+. <BR /><h3> Mitten in Menschenmenge angegriffen </h3>Aber der Reihe nach: Der junge Mann befand sich im Herzen des Marktes, umgeben von weiteren Besuchern der beliebten Veranstaltung in Girlan, in Begleitung von 2 Freundinnen. Plötzlich soll ein Mann – ersten Informationen zufolge soll es sich um einen Ausländer handeln – ihn mit der Faust 2 Mal ins Gesicht geschlagen haben.<BR /><BR />Durch die Wucht der Schläge fiel das Opfer offenbar auf eine Bank, auf der er benommen sitzen blieb. Er soll keine Zeit gehabt haben, sich von der Gewalteinwirkung zu erholen, da ein Begleiter des ersten Angreifers ihm eine Bierflasche auf den Hinterkopf schlug – und zwar mit einer derartigen Wucht, dass sie zerbrach.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1096029_image" /></div> <BR /><BR />Und damit war der Alptraum für den jungen Mann noch nicht zu Ende – der Peiniger ließ von seinem Opfer nicht ab und soll ihm die zerbrochene Flasche in den Hals gerammt haben. Die letzten beiden Angriffe kamen „heimtückisch von hinten“, berichtet der Kalterer. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1096266_image" /></div> <BR /><h3> Weiß-Kreuz-Sanitäter leistet Erste Hilfe </h3>Ein zufällig anwesender Sanitäter vom Weißen Kreuz leistete Erste Hilfe, während die Begleiterinnen des Opfers den Neffen, der sich auch am Martinimarkt aufhielt, informierten. <BR /><BR />Dieser alarmierte unverzüglich die bei der Veranstaltung anwesenden Carabinieri, gemeinsam machten sie sich auf der Suche nach den beiden Angreifern.<BR /><h3> Weiterer Angriff mit Flasche – zweites Opfer im Krankenhaus </h3>Dabei stießen der Neffe und weitere Freunde des Opfers auf 2 Männer, deren Aussehen mit der Täterbeschreibung übereinstimmte. Einer der beiden kletterte über einen Zaun und hielt offenbar eine Weinflasche in der Hand. <BR /><BR />Zwischen den Verdächtigen und den Freunden des Opfers kam es zu einem Streit – der Mann mit der Weinflasche soll daraufhin auch diese zerbrochen und damit einen weiteren Jugendlichen, der nicht am Streit beteiligt gewesen war, verletzt haben. Zeugenaussagen zufolge musste der Verletzte ins Krankenhaus gebracht werden. <h3> Wunde 15 cm lang und 1,5 tief – 36 Stiche </h3>Zu diesem Zeitpunkt dürfte sich der Kalterer bereits auf dem Weg ins Spital befunden haben: 36 Stiche waren nötig, um die 15 Zentimeter lange und 1,5 Zentimeter tiefe Wunde zuzunähen, so der 20-Jährige. <BR /><BR />Die Bilder der Verletzung sind furchterregend. Die Ärzte gaben eine Heilungsdauer von 10 Tagen an – diese Schätzung könnte sich aber bei der nächsten Untersuchung und mit den Ergebnissen der bisherigen Untersuchungen ändern, gibt das Opfer zu bedenken. <BR /><BR />Am Montagnachmittag begab er sich in die Carabinieri-Kaserne, um Anzeige zu erstatten. „Ich schätze, dass man dann von einem Mordversuch ausgeht“, sagt er – die Spuren des Angriffs an seinem Körper würden auch darauf hindeuten. Eine Wunde dieser Art hätte potenziell die Halsschlagader, die Nerven oder die Luftröhre verletzen und tödliche Folgen haben können. <BR /><BR />Indes sollen die beiden mutmaßlichen Täter identifiziert worden sein.