In Andrian ist eine Katze auf grausame Weise mit einem Pfeil durchbohrt und getötet worden. Auf den Vorfall aufmerksam gemacht hat Sonja Meraner (46) aus Eppan, die Präsidentin des Tierschutzvereins „Südtiroler Tierparadies hilft“. Sie schildert auch das erhebliche Leid, dem das Tier ausgesetzt war.<BR /><BR />Der Fall dürfte in Kürze auch die Ordnungskräfte beschäftigen. „Ein Einwohner von Andrian hat uns kontaktiert, weil er die Katze bereits tot gefunden hat“, erklärt die Präsidentin des Tierschutzvereins. „Natürlich wurde bereits Anzeige erstattet. Es handelt sich um eine grausame Tat, die gezielt und bewusst ausgeführt wurde.“<BR /><BR />Aufgrund der verwendeten Pfeilart wird vermutet, dass der Täter sportlichen Hintergrund haben könnte, möglicherweise auch auf Amateur-Niveau. „Es wird angenommen, dass es sich um einen Bogenschützen oder etwas Ähnliches handeln könnte. Es ist schlichtweg beschämend, einem wehrlosen Tier so etwas anzutun. Besonders nach all den Sensibilisierungskampagnen gegen Tiermisshandlung, die seit Jahren durchgeführt werden“, so Meraner. „Im Moment ist es schwierig, überhaupt die richtigen Worte zu finden, um diese brutale und grausame Tat zu beschreiben.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1282215_image" /></div> <BR /><BR />Wer Hinweise hat, etwas beobachtet hat oder einen Verdacht hegt, wird gebeten, sich an den Verein Südtiroler Tierparadies hilft zu wenden. „Alles wird anonym behandelt. Wir wollen nur Licht in diesen schrecklichen Vorfall bringen und den Fall gegebenenfalls vor Gericht bringen. Der Täter muss beispielhaft bestraft werden.“<BR /><BR />Rechtlich drohen nach einer solchen Tat erhebliche Konsequenzen: Die Tötung eines Tieres aus reiner Grausamkeit oder ohne Notwendigkeit (Art. 544 StGB) wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu drei Jahren sowie hohen Geldstrafen von bis zu 30.000 Euro geahndet. Liegen – wie in diesem Fall – Misshandlungen vor, erhöht sich das Strafmaß. Auch der Einsatz von Gift oder das Töten geschützter Arten zieht zusätzliche Sanktionen nach sich.<BR /><BR />Die größte Herausforderung wird nun darin bestehen, Hinweise zu finden, die rasch zur Identifizierung des Täters führen. Auf den ersten Blick wirkt die beinahe Tat gezielt.