Ausgangspunkt der Eskalation war eine Gruppe von Jugendlichen, die nach bisherigen Erkenntnissen Glasflaschen und Gläser gegen die Schaufensterscheibe eines Geschäfts warfen. Als der Schwager von Bongiorni sie verbal aufforderte, damit aufzuhören, eskalierte die Situation und es kam zu einer brutalen Attacke.<BR /><BR />Bongiorni griff ein, um seinen Schwager zu schützen, stürzte im Verlauf der Auseinandersetzung zu Boden und erlitt eine Kopfverletzung. Kurz darauf kam es zu einem Herzstillstand, der tödlich verlief. Alle Reanimationsversuche der Rettungskräfte blieben erfolglos. Der Schwager wurde mit Frakturen ins Krankenhaus eingeliefert, der Sohn blieb körperlich unverletzt, steht jedoch unter Schock und wird im Krankenhaus von Massa betreut.<h3> Ermittlungen gegen drei junge Männer</h3>Die Carabinieri ermitteln. Der Piazza Palma zählt zu den zentralen Plätzen der Stadt; zur Rekonstruktion des Tathergangs werden auch mögliche Überwachungskameras in der Umgebung ausgewertet. Im Zusammenhang mit dem Tod wurden zwei Volljährige im Alter von 19 und 23 Jahren – beide rumänischer Herkunft – sowie ein Minderjähriger festgenommen.<BR /><BR /> Gegen alle drei wird derzeit wegen des Verdachts des vorsätzlichen Totschlags ermittelt. Zuständig sind sowohl die Jugendstaatsanwaltschaft in Genua als auch die Staatsanwaltschaft in Massa. Die Ermittlungen führt die Carabinieri-Polizei.<BR /><BR />Nach bisherigen Erkenntnissen hatte Bongiorni den Abend mit seinen Angehörigen im Stadtzentrum verbracht, als eine Gruppe von etwa zehn Jugendlichen, teils alkoholisiert, mit den Sachbeschädigungen begann. Nachdem Bongiorni und sein Schwager eingeschritten waren, kam es zur körperlichen Auseinandersetzung. Die Jugendlichen flüchteten anschließend vom Tatort.<h3>Bürgermeister: „Gewalttat aus nichtigem Anlass“</h3>Auch die Mutter des Kindes und Partnerin des Opfers erlitt einen Schock und musste medizinisch behandelt werden. Am Tatort wurden Blumen niedergelegt. Der Bürgermeister sprach von einer „Gewalttat aus nichtigem Anlass“ und kündigte einen Trauertag an. <BR /><BR />Der örtliche Bischof zeigte sich erschüttert und rief zu einer Mahnwache auf. Ein Angehöriger sprach von „sinnloser Brutalität“. Auch in der Politik löste der Fall scharfe Reaktionen aus und führte zu Forderungen nach strengeren Maßnahmen gegen Jugendgewalt.