Vor dem Trienter Schwurgericht unter dem Vorsitz von Richter Rocco Valeggia sprach sich der Staatsanwalt dagegen aus, dem Angeklagten die allgemein mildernden Umstände zu gewähren. Alle Anklagepunkte – Mord, erschwert dadurch, dass der Täter das Opfer berauben wollte, und sexueller Gewalt, erschwert durch schwere Gewaltanwendung – seien gegeben.<h3> Mindestens 49 Mal zugeschlagen</h3>Der Staatsanwalt rekonstruierte den fatalen Abend, beginnend mit einem ersten tätlichen Angriff des Angeklagten auf einen Bewohner des Aufnahmezentrums Il Portico bis zur brutalen Attacke auf Iris Setti zwischen 21.45 Uhr und 22 Uhr.<BR /><BR />Den Ermittlungen zufolge habe Chukwuka Nweke mit seinen Fäusten immer wieder auf die 61-Jährige eingeprügelt, ihr sexuelle Gewalt angetan und ihr einen goldenen Ring geraubt. <BR /><BR />Laut Autopsie habe der Täter mindestens 49 Mal auf die Frau eingeschlagen. Der Finger, auf dem sie den Ring getragen hatte, war gebrochen. Es bestehe kein Zweifel, dass Chukwuka Nwekes Angriff – auch wenn nur mit bloßen Händen ausgeführt – auf die Tötung seines Opfers abgezielt habe, zeigte sich der Staatsanwalt überzeugt. Am nächsten Prozesstag haben Nebenkläger und Verteidigung das Wort.