Carbone, der Silvia Nowak gut kannte, glaubt fest an die Unschuld des Lebensgefährten und vermutet, dass sie von einem Mann bei einem Annäherungsversuch ermordet worden sein könnte. Denn: Silvia habe sich anscheinend bei dem Angriff verzweifelt gewehrt. <b>von Micaela Taroni<BR /></b><BR />Die Ermittler gehen davon aus, dass Nowak die seit einigen Jahren mit ihrem deutschen Lebensgefährten in der süditalienischen Badeortschaft lebte, kurz nach ihrem Verschwinden am 15. Oktober ermordet wurde. Vermutet wird, dass Nowak, <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/autopsie-bestaetigt-deutsche-silvia-n-in-sueditalien-mit-messer-ermordet" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">deren verkohlte Reste in einem Wald von Ogliastro Marina entdeckt wurden</a>, mit Messerstichen ermordet wurde, ihre Leiche wurde danach in Brand gesetzt. Ob es sich dabei um ein Feminizid handelt, wird zurzeit noch von den Ermittlern geprüft. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1093476_image" /></div> <BR /><BR />„Wir hoffen, dass die Ermittler uns bald die Liste der Telefonanrufe aushändigen, die Silvia kurz vor ihrem Verschwinden erhalten hat“, so der Anwalt, der selbst ein Haus in Ogliastro Marina besitzt. Das Medieninteresse ist auch drei Wochen nach dem Mord groß. Das Haus des Opfers wurde von der Polizei seit dem Auffinden von Silvias Leiche am 18. Oktober versiegelt und ist seitdem nicht mehr zugänglich. <h3> „Ihre Leiche wurde in Brand gesetzt, nachdem sie bereits tot war“</h3>Der Anwalt erhofft sich relevante Informationen aus den Ergebnissen der Obduktion, die von den Behörden in den nächsten Tagen vorgelegt werden müssen. „In Silvias Lungen wurde kein Rauch festgestellt. Dies bestätigt den Verdacht, dass ihre Leiche in Brand gesetzt wurde, nachdem sie bereits tot war“, meinte Carbone. Er erhofft sich gründliche Ermittlungen. „Es ist wichtig, dass die Medien dem Fall weiterhin Aufmerksamkeit schenken, damit der Mord nicht in Vergessenheit gerät“, betonte Carbone.<h3> Lebensgefährte an einem geheimen Ort</h3>Silvias Partner, der nicht angeklagt ist, hat inzwischen Ogliastro Marina verlassen und ist bei Freunden untergekommen. „Er war gezwungen, die Ortschaft zu verlassen, weil er von Medienleuten regelrecht gejagt wurde. Er hält sich an einem geheimen Ort auf, steht aber den Ermittlern komplett zur Verfügung“, berichtet sein Anwalt Carbone, der an die Unschuld des 62-jährigen Deutschen fest glaubt. In der weiteren Umgebung lebt eine deutschsprachige Gemeinschaft, in der Silvia und ihr Mann sehr beliebt waren. Kurz vor dem Verschwinden der Frau hatten Silvia und ihr Partner mit einem deutschen Ehepaar zu Mittag gegessen.