Dienstag, 04. Juni 2019

Bub unter Heutransportanlage eingeklemmt

Bei einem Unfall auf dem Hof seines Großvaters zwischen Sterzing und Trens ist am Dienstag ein Bub schwer verletzt worden. In einem unbeobachteten Moment wurde das Kind, das heuer 4 Jahre alt wird, in einer Winde der Heueinziehanlage eingeklemmt. Das Kind wurde in die Klinik Murnau geflogen.

Im Einsatz war der Rettungshubschrauber Pelikan 1.
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Im Einsatz war der Rettungshubschrauber Pelikan 1.

Zu dem schrecklichen Unfall ist es gegen 17 Uhr auf einem Bauernhof zwischen Sterzing und Trens in der Gemeinde Freienfeld gekommen.

Während Mitarbeiter des Hofes damit beschäftigt waren, die Heuernte in den Stall zu bringen, spielte der 3-Jährige vor dem Gebäude. Zuvor soll der Bub nie den Stall betreten und sich nie den Geräten genähert haben.

Doch ausgerechnet in einem kurzen, unbeobachteten Moment muss der 3-Jährige am Dienstag an die Heueinziehmaschine im Stall gelaufen sein. Dort geriet sein Körper in die Anlage. Er wurde von der Winde mitgerissen und unter der Maschine eingeklemmt. Die Mitarbeiter bemerkten den Unfall und stoppten sofort die Motoren.

Sie riefen die Rettungskräfte und die Feuerwehr. Bis zum Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehren von Mauls und Trens sowie des Abschnittsinspektors hatten die Mitarbeiter mit einem Winkelschleifer (Flex) bereits die Seile der Winde durchtrennen und mit einem Traktor die schwere Anlage anheben können, um das schwer verletzte Kind darunter zu befreien.

Das Weiße Kreuz Sterzing und der Notarzt waren inzwischen mit 2 Rettungswagen zum Unfallort geeilt und versorgten das Kind. Aufgrund der schweren Verletzungen alarmierten sie einen Rettungshubschrauber zum Unfallort. Dem Notarzt gelang es, den Gesundheitszustand des Kindes so weit zu stabilisieren, dass es transportfähig war.

Das Team des Rettungshubschraubers Pelikan 1, das zum Einsatzort gekommen war, flog den 3-Jährigen zur Weiterbehandlung in die die Unfallklinik Murnau in Oberbayern. Die Klinik ist auf Kindernotfälle spezialisiert. Zudem war die Intensivstation der Universitätsklinik Innsbruck voll belegt und konnte den Buben nicht aufnehmen.

Die Freiwilligen Feuerwehren von Mauls und Trens kehrten unverrichteter Dinge in ihre Einsatzzentralen zurück.

Die Angehörigen und Mitarbeiter erlitten einen Schock.

D/mpi

stol