Für die 6. Funktionsebene (Matura) entspricht dies 170 Euro brutto. Die Gewerkschaften verlangen noch einige Anpassungen im Text. Was das Monetäre betrifft, dürfte sich aber nichts mehr ändern und es zeichnet sich ab, dass der Vertrag unterschrieben wird.<BR /><BR />Um es gleich vorweg zu sagen: Für gestern war eigentlich eine Verhandlungsrunde mit der Arbeitgeberseite vorgesehen. Diese aber platzte. Klipp und klar hatten die Gewerkschaften am Montag mitgeteilt, dass sie sich nicht mehr an den Tisch setzen, wenn die Agentur des Landes nicht endlich einen schriftlichen Vertragsentwurf vorlegt. „Dieser kam dann auch, aber erst um 18 Uhr am Abend. So kann man nicht arbeiten. Immer mit der Pistole im Nacken im letzten Abdruck Ja sagen zu müssen, weil sonst das Geld in Erhausung geht“, so Ulli Bauhofer (CGIL).<BR /><BR />Allemal nutzten die Gewerkschaften den gestrigen Tag, um sich gemeinsam den schriftlichen Text anzuschauen. „Positiv ist ein weiteres kleines Entgegenkommen des Landes“, sagt Barbara Perri (ASGB). Bezogen auf die Inflation 2025 soll es ab 1. Jänner eine Anpassung von 2,33 Prozent geben. Ab Jänner 2027 sind weitere 1,02 Prozent vorgesehen und ab Jänner 2028 noch einmal 2,25 Prozent. In Summe sind dies 5,6 anstatt der bisherigen 5,28 Prozent, was für die 6. Funktionsebene (Matura) etwa 170 Euro brutto entspricht. Während das Jahr 2025 mit 2,33 Prozent als abgegolten gilt, handelt es sich bei den 3,27 Prozent für 2026/27 um einen Vorschuss. Am Ende der drei Jahre findet auf Basis der realen Inflation ein Ausgleich statt.<BR /><BR />„Wir verlangen noch einige Anpassungen am Text“, betonen Perri und Claudio Scrinzi (SGB/CISL). Am monetären Teil des Textes werde sich aber wohl nichts mehr ändern. „Der ASGB wird den Vertrag wohl unterschreiben. Es bringt nichts, noch länger herumzureden“, so Perri. Man habe nicht schlecht verhandelt, meint Scrinzi. „Das erste Angebot des Landes sah drei Prozent vor und wurde jetzt fast verdoppelt“, meint er. Dazu hat das Land die Mittel von 175 auf 263 Millionen Euro aufgestockt.<BR /><BR />Teil des Vertrags ist das neue Modell zur Inflationsanpassung ab 2028. Statt jedes Jahr herumzustreiten, gibt es künftig einen Automatismus: Für jeden Dreijahreszeitraum wird im ersten Jahr ein Vorschuss von 70 Prozent, im zweiten Jahr von 60 Prozent und im dritten von 50 Prozent auf die prognostizierte Inflation ausbezahlt.<BR /><BR />„Wir sehen dies positiv“, so Perri. Für Unmut unter den Mitarbeitern sorge allerdings, dass dem Bildungssektor eine reale Lohnerhöhung von 400 Euro brutto zugestanden wurde. „Diese war berechtigt, doch fragen sich alle anderen, warum es für sie kein Gehaltsplus gibt“, so Perri. Auf kurz oder lang müsse das Land da nachlegen.