Dienstag, 23. Juni 2015

Bürgerinitiative übt weiter harsche Kritik am Benko-Projekt

Auch nach der gesetzlich vorgesehenen Bürgerversammlung zum Kaufhaus-Bozen-Projekt sieht die Bürgerinitiative „Unsere Stadt“ nicht klarer – im Gegenteil. Auf zahlreiche Fragen sei keine konkrete Antwort gegeben worden und die Kritikpunkte am Projekt blieben weiterhin aufrecht.

Foto: DLife
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Am Dienstag zog die Bürgerinitiative erneut Bilanz und präsentierte ein weiteres Mal die zahlreichen strittigen Punkte, die sie im Kaufhaus-Bozen-Projekt ausfindig gemacht hat. „Das Projekt ist nicht vertieft untersucht worden und es gab auch keine politische Konfrontation, die aber notwendig gewesen wäre“, erklärte Architekt Luigi Scolari, der Mitglied der Bürgerinitiative „Unsere Stadt“ ist.

Das Kaufhaus stelle insgesamt keine Aufwertung für die Stadt dar, sondern sei eine Mogelpackung, hinter der sich die „größte Immobilienspekulation auf öffentlichem Grund von Seiten eines internationalen Großinvestors mit Wanderheuschreckencharakter verstecke“. Das Projekt sei nicht in öffentlichem Interesse, sondern entspreche lediglich dem Interesse eines Privaten, in diesem Fall der Signa Holding von René Benko. 

Die Bürgerinitiative befürchtet eine Verschlechterung der Verkehrssituation rund um das neue Kaufhaus und negative Auswirkungen auf den lokalen Handel. Kritisiert wurde auch die teilweise Verbauung des Bahnhofspark und die überdimensionierten Verkaufsflächen. 

stol