Montag, 13. Februar 2017

Bürgermeister kämpft mit Erdhaufen gegen Flüchtlinge

Um die Ankunft von weiteren Migranten und Flüchtlingen in seiner Gemeinde zu verhindern, hat ein Bürgermeister in Italien einen Erdhaufen auf eine Straße zu einer Unterkunft schütten lassen.

Foto: © LaPresse

Kurz nach der Anordnung am Sonntag wurde die Blockade in der Gemeinde Vitulano in Kampanien wieder entfernt, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Montag berichtete. Demnach hatte sich der Bürgermeister (PD), Raffaele Scarinzi, zuvor mit der Präfektur darauf geeinigt, dass statt 34 nur 12 weitere Migranten in dem 3000-Einwohner-Ort untergebracht werden.

„Wir sind keine Rassisten“, sagte Scarinzi. „Aber wir wollen, dass der Staat die Regeln respektiert.“ Er forderte bessere Bedingungen für die Integration von Flüchtlingen.

Migration sei ein sensibles Thema, dem mit Menschlichkeit und Solidarität begegnet werden müsse, teilte der Provinz-Sekretär der PD, Carmine Valentino, in einer Reaktion auf den Protest in Vitulano mit. Die Regierung werde alles dafür tun, die Gemeinden in „dieser schwierigen Zeit“ zu unterstützen.

dpa

stol