Sonntag, 22. Mai 2016

Bürgermeister nach Amoklauf: „Wohl 30 bis 40 Schüsse gefallen“

Die Schüsse auf einem Konzertgelände im österreichischen Nenzing sind nach Informationen von Bürgermeister Florian Kasseroler aus dem Hinterhalt gefallen. „Die Menschen sind in Panik in den Wald geflohen“, sagte Kasseroler am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Drei Menschen, darunter der Täter, verloren bei dem Amoklauf ihr Leben. Eine Person schwebt derzeit in Lebensgefahr. Elf Personen wurden, zum Teil schwer, verletzt.

Bei einem Konzert in Vorarlberg, veranstaltet von einem Motorradclub, erschoss ein 27-jähriger zwei Menschen und sich selbst.
Bei einem Konzert in Vorarlberg, veranstaltet von einem Motorradclub, erschoss ein 27-jähriger zwei Menschen und sich selbst. - Foto: © APA

Zum Zeitpunkt der Tat sei das Gelände nur schwach von einigen Scheinwerfern und Lagerfeuern erhellt gewesen. Anwohner hielten die Schüsse für ein Feuerwerk, wie der Lokalpolitiker berichtete. „Es sind wohl 30 bis 40 Schüsse gefallen, aber genau weiß ich das nicht“, sagte er. Er nehme an, dass es sich um eine zumindest halbautomatische Waffe gehandelt hat.

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Der Ort des Amoklaufes, Nenzing, liegt unweit von Feldkirch. - Foto: APA

Das seit zehn Jahren regelmäßig vom Motorradclub „The Lords“ organisierte Konzert sei von seinem Charakter her eher ein „großes Grillfest mit Musik“. Es werde von vielen Jugendlichen besucht. Bisher habe es nie Zwischenfälle gegeben, sagte der Bürgermeister des Ortes mit 6300 Einwohnern.

Zwei Menschen verlieren ihr Leben - Täter erschießt sich selbst

Am frühen Sonntagmorgen hatte ein 27-Jähriger nach einem Streit mit seiner Freundin eine Waffe aus dem Auto geholt und das Feuer auf die Konzertbesucher eröffnet. Zwei Menschen starben, elf wurden verletzt. Der Täter tötete sich anschließend selbst.

Die elf Verletzten im Alter zwischen 25 und 53 Jahren waren laut Exekutive zum Großteil Personen aus Vorarlberg. Aber auch eine 49-jährige Frau aus der Schweiz sowie ein 44-jähriger Mann aus Liechtenstein befanden sich darunter. Eine Person schwebt derzeit, laut Angaben der österreichischen Presseagentur APA, in Lebensgefahr.

Weitere Angaben zur Tat machte die Polizei vorerst nicht. Man sei weiter mit Erhebungen zum Tathergang und zu den Hintergründen, mit der Spurensicherung und mit Einvernahmen beschäftigt, hieß es. Eine umfangreiche Information der Öffentlichkeit soll morgen, Montag, im Rahmen einer Pressekonferenz um 14.00 Uhr erfolgen.

dpa/apa/stol

stol