Montag, 23. Juli 2018

Bulgarien will wegen Schweinepest Grenzzaun zu Rumänien bauen

Bulgarien hat wegen der Afrikanischen Schweinepest im Nachbarland Rumänien die Errichtung eines Schutzzauns eingeleitet. Auf der bulgarischen Seite der Grenze zwischen den beiden EU-Ländern begann am Montag die Räumung des Terrains für den geplanten 133 Kilometer langen Drahtzaun, wie Medien berichteten.

Wegen der Afrikanischen Schweinepest hat Bulgarien im Nachbarland Rumänien die Errichtung eines Schutzzauns eingeleitet.
Wegen der Afrikanischen Schweinepest hat Bulgarien im Nachbarland Rumänien die Errichtung eines Schutzzauns eingeleitet. - Foto: © APA/DPA

Der Zaun soll verhindern, dass an der sogenannten Afrikanischen Schweinepest erkrankte Wildschweine aus Rumänien nach Bulgarien gelangen. Die Afrikanische Schweinepest ist eine Virusinfektion bei Schweinen. In Rumänien soll es bulgarischen Medien zufolge mehr als 200 Herde der anzeigepflichtigen Seuche geben – einige von ihnen seien nur 60 Kilometer von Bulgariens Grenze entfernt. Bulgarische Veterinärmediziner haben Schweinezüchtern im Grenzgebiet Silistra geraten, ihre Tiere zu schlachten. In Bulgarien sind noch keine Fälle der Afrikanischen Schweinepest festgestellt worden.

Bulgarien kämpft aber seit Juni gegen die „Pest der kleinen Wiederkäuer“ im südöstlichen Grenzgebiet zur Türkei. Die Seuche soll mit einem aus der Türkei geschmuggelten Tier gekommen sein. Im betroffenen Gebiet wurden amtlichen Angaben zufolge schon rund 4500 Schafe und andere Tiere getötet. EU-Spezialisten, die geprüft haben, wie Bulgarien die sogenannte Pest der kleinen Wiederkäuer bekämpft, sollen einen Bericht veröffentlichen.

Bulgarien droht ein Ausfuhrstopp für Schaf- und Ziegenprodukte, die das Land viel exportiert.

apa/dpa 

stol