Samstag, 15. Mai 2021

Bundesland Tirol: Corona-Impfung schon bald für alle über 16-Jährigen möglich?

Das Bundesland Tirol wird in den kommenden 2 Wochen darüber entscheiden, ob – wie etwa in Niederösterreich – die Anmeldung für die Corona-Impfung für alle über 16 Jahren freigegeben wird.

Im Bundesland Tirol wird über eine Freischaltung der Impfung für alle über 16 Jahren beraten.
Im Bundesland Tirol wird über eine Freischaltung der Impfung für alle über 16 Jahren beraten. - Foto: © Shutterstock
„Wir schauen uns das an, weil wir bei den Impfungen schon sehr weit vorangeschritten sind“, erklärte die neue Tiroler Gesundheitslandesrätin Annette Leja (ÖVP) im APA-Interview.

Man werde zuvor noch mit den Systempartnern und niedergelassenen Ärzten reden, um den Impfstatus hinsichtlich der älteren Menschen und Risikogruppen zu erheben. Dann werde man entscheiden – jedenfalls noch bis Ende Mai.

Dass in Österreich analog zu den USA bereits jetzt vollimmunisierte Menschen keine Masken auch in Innenräumen mehr tragen müssten – dem wollte Leja nicht das Wort reden, aber: „Ab einer gewissen Impfquote, sollte man darüber diskutieren.“ Wie hoch diese Impfquote sein sollte – dahin gehend legte sich die Tiroler Landesrätin nicht fest.

„Eine Frage der Solidarität“


Jetzt schon für Immunisierte die Masken fallen zu lassen, wäre „unsolidarisch“. Schließlich gebe es noch viele, die bis dato nicht die Möglichkeit gehabt hätten, sich impfen zu lassen: „Das ist eine Frage der Solidarität.

Die Geimpften müssen noch ein bisschen durchhalten.“ Eine Impfaktion für Kinder und Jugendliche – so wie in Wien – ist in Tirol vorerst unmittelbar noch nicht vorgesehen. In der Bundeshauptstadt sollen Eltern ihre 12- bis 15-jährigen Kinder über eine Vormerkplattform einmal vormerken und anmelden können. Ein solcher Schritt werde aber mit Experten diskutiert, ließ Leja wissen.

Die mit folgender Woche über die Bühne gehenden Öffnungsschritte werden im Bundesland Tirol indes zu keiner Ausweitung der Testkapazitäten führen. Die Gesundheitslandesrätin verwies auf die bereits jetzt bestehende hohe Dichte an Testmöglichkeiten und zeigte sich optimistisch: „Die Kapazitäten sollten ausreichen.“

apa/stol

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