Die Landjugend Österreich sucht alljährlich beim Bundesentscheid im Reden ihre besten Redner. Seit 2003 darf auch die Südtiroler Bauernjugend am Wettbewerb teilnehmen und schickte auch heuer wiederum vom 12. bis 15. Juli ihre besten Redner des Südtiroler Redewettbewerbs nach Österreich. Gold in der Kategorie „Vorbereitete Rede“Unter den Südtiroler Teilnehmern war auch Florian Wiedmer aus Mölten, der in der Kategorie „Vorbereitete Rede unter 18 Jahre" antrat. Dabei musste der junge Südtiroler mit seinem Thema „Wenn nichts mehr geht, noch einen Schritt weiter!“ in vier Minuten eine Fachjury überzeugen. Außer einem Konzept waren keine weiteren Hilfsmittel erlaubt. Wiedmer überzeugte mit einer mitreisenden Rede und einem Appell an die Zuhörer, sich seinen gesteckten Zielen stets treu zu bleiben und nie aufzugeben. „Dann kann alles wahr werden“, so der junge Möltner. Wiedmer holte Gold und damit den Bundessieg nach Südtirol.Silber in der Königsklasse, der SpontanredeCilli Mittelberger aus Unterinn am Ritten trat bei der Königsklasse, „der Spontanrede“, an. Dabei wurden zuerst unter den 14 besten Rednern Österreichs die acht Teilnehmer fürs Finale ermittelt, die dann im Duellsystem (K.O.-System) gegeneinander antreten mussten. Die Teilnehmer erhielten dabei nach dem Zufallsprinzip ein Thema zugelost, zu dem sie dann mit nur einer Minute Vorbereitungszeit eine zwei bis vier minütige Rede halten mussten. Als Sieger galt der, der im Finale alle drei Rededuelle gewinnt. Die Rittnerin sicherte sich in einem Rededuell zum Thema „Jugendarbeitslosigkeit“ Platz zwei und damit Silber für Südtirol.Auch bei einem Geschicklichkeitswettbewerb nahm Cilli Mittelberger teil und wurde dabei zur „Vize-Miss-Landjugend“ gekürt.Neben Gasteiger und Mittelberger nahmen noch zwei weitere Südtiroler am Bundesentscheid im Reden teil. Daniel Leiter aus Percha hoolte sich mit seinem Thema „MC Donaldisierung“ den 8. Platz in der Kategorie „Vorbereitete Rede über 18 Jahre“ und Kajetan Vill aus Schlanders kam auf Platz 14 in der Kategorie Spontanrede. „Nur die Besten der Besten dürfen beim Bundesentscheid im Reden mitmachen. Deshalb ist das Niveau der Reden auch so hoch. Sich da durchzusetzen erfordert schon sehr viel Talent“, erklärten SBJ-Landesleiterin Christine Tschurtschenthaler und SBJ-Landessekretär Andreas Mair, die die Teilnehmer begleitet haben.