Die furchtbare Tragödie hatte sich bereits 2015 ereignet: Die 17-jährige Vera Mol wollte gemeinsam mit anderen Teenagern von der Brücke von Cabezon de la Sol in der nordspanischen Provinz von Kantabrien einen Sprung am Bungee-Seil wagen.Sie war die letzte der Truppe. Gegen 20.30 Uhr war es endlich soweit: Der spanische Guide befestigte das Seil an den Beinen der 17-Jährigen. Dann machte er eine folgenschwere Aussage: „No jump, it's important, no jump.“ (Frei übersetzt, da kein korrektes Englisch: Nicht springen, ganz wichtig, nicht springen)Die junge Holländerin interpretierte es jedoch als „Now jump“ (Jetzt springen), und sprang von der 40 Meter hohen Brücke, bevor sie aufgehalten werden konnte. Das Seil war jedoch noch nicht an der Brücke gesichert worden: Das Mädchen stürzte ungebremst in den Fluss und starb.Keine Genehmigung für Bungeesprung von BrückeWie die New York Times berichtet, droht dem Bungee-Guide nun ein Urteil wegen fahrlässiger Tötung. Im vergangenen Jahr hatte die Firma, die den Mann angestellt hatte, Berufung eingelegt: Das Mädchen sei voreilig gesprungen, obwohl man ihr ausdrücklich gesagt hatte, dies nicht zu tun.Die Richter sehen dies anders: Sie geben dem schlechten Englisch des Guides Schuld an dem tödlichen Sprung. Er hätte korrekterweise „Don't jump“ (Spring nicht) sagen müssen, was eine Verwechslung ausgeschlossen hätte.Außerdem hätte die noch minderjährige Vera gar nicht ohne das Einverständnis der Eltern springen dürfen. Zu guter Letzt sei die Brücke eigentlich gar nicht für Bungeesprünge geeignet, eine Genehmigung liege nicht vor.Ein endgültiges Urteil steht noch aus.stol