<BR />Die Finanzer waren misstrauisch, als sie reges Treiben auf den Baustellen zweier Unternehmen im Burggrafenamt feststellten: Wie die Behörden berichten, hatten diese offiziell nur wenige Arbeiter gemeldet. Die Beamten haben beschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen.<BR /><BR />Sie haben die tatsächlich angestellten Arbeiter identifiziert und die nötigen Unterlagen sichergestellt, anhand derer sie Anstellungsverhältnisse und Lohnauszahlungen überprüften. Was sich laut den Ermittlern herausgestellt hat: Neben der geringen Zahl an legal beschäftigten Arbeitern, sollen 62 Personen zumindest zeitweise vollständig „schwarz“ bezahlt oder irregulär beschäftigt worden sein. <BR /><BR />Bei 14 der mutmaßlichen Schwarzarbeiter stellten die Behörden laut Aussendung fest, dass sie trotz ihrer Beschäftigung Arbeitslosengeld beantragt haben. Zudem soll einer der Angestellten seine Arbeit verrichtet haben, obwohl er formell krankgeschrieben war.<BR /><BR />Laut Ermittlungen wurden Löhne vielfach bar ausbezahlt, wodurch sie nicht – wie gesetzlich vorgeschrieben – nachvollziehbar waren. Zudem wurden Sozialabgaben systematisch nicht entrichtet, wie die Finanzpolizei informiert.<BR /><BR />Insgesamt sollen sich die Bauunternehmen durch die Vergehen Abgaben von über 270.000 Euro gespart haben. Die Finanzer verhängten Verwaltungsstrafen in Höhe von 130.000 Euro sowie vorübergehend die Aussetzung der Tätigkeit der betroffenen Unternehmen. <BR /><BR /><i>In einer früheren Version dieses Artikel war ein Foto zu sehen, in dem man ein unbeteiligtes Unternehmen erkennen konnte. Dieses Bild wurde entfernt.</i>