„Nachdem mein E-Mail an die Öffentlichkeit gelangt war, bestand die Befürchtung, dass auch Ausschreibungsunterlagen zirkulieren könnten, die Entscheidung für die Annullierung war einstimmig“, betonte der frühere Leiter der Abteilung Mobilität. <h3> „Bin aus allen Wolken gefallen“</h3>Das Whatsapp von LiBUS-Chef Markus Silbernagl – der ebenfalls der Wettbewerbsstörung angeklagt ist – habe ihn im Urlaub erreicht, erinnerte sich Burger. Silbernagl habe ihn vom Problem unterrichtet, dass LiBUS für die Teilnahme an der Ausschreibung die Eintragung ins staatliche REN-Register für Kraftverkehrsunternehmen brauche – was das das Konsortium selbst vorweisen konnte. <BR /><BR />„Ich bin aus allen Wolken gefallen“, so Burger. Er hätte nie gedacht, dass es für LiBUS, das seit 1960 öffentlichen Nahverkehr durchführte, einen Hinderungsgrund geben könnte. So habe er per E-Mail um Abklärung bei der Vergabeagentur gebeten. Als diese bestätigt habe, dass kein Weg an der REN-Eintragung vorbeiführe, sei bei einer Sitzung beschlossen worden, die Ausschreibung wie geplant durchzuführen, worüber man umgehend Landeshauptmann Arno Kompatscher informiert habe, so Burger. <h3> Annullierung: Einstimmig entschieden</h3>Doch es sollte anders kommen: Am selben Nachmittag gelangte Burgers E-Mail an die Öffentlichkeit. Bei einer Sitzung mit Vertretern der Anwaltschaft des Landes wurde beschlossen, die Ausschreibung zu annullieren, da „das Amtsgeheimnis verletzt und der ordentliche Ablauf des Wettbewerbes beeinträchtigt“ worden sei. „Diese Entscheidung war einstimmig“, betonte Burger. <BR /><BR />Heute sagen Ex-Mobilitätslandesrat Florian Mussner und Landeshauptmann Kompatscher aus.