Sonntag, 29. Juli 2018

Bus stürzt 150 Meter in die Tiefe – mindestens 30 Tote in Indien

In eine tiefe Schlucht ist ein Bus im Westen Indiens gestürzt und hat fast alle 34 Insassen in den Tod gerissen. Rettungskräfte bargen nach dem Unglück am Samstaq in den Westghats im Bundessstaat Maharashtra 30 Leichen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Monsunregen erschwerte die Suche nach 3 weiteren Reisenden. Einem Passagier war es gelungen, aus dem abstürzenden Bus zu springen, wie die Zeitung „Indian Express“ berichtete. Er sei hochgeklettert und habe die Polizei alarmiert, hieß es weiter.

In eine tiefe Schlucht ist ein Bus im Westen Indiens gestürzt und hat fast alle 34 Insassen in den Tod gerissen.
In eine tiefe Schlucht ist ein Bus im Westen Indiens gestürzt und hat fast alle 34 Insassen in den Tod gerissen. - Foto: © APA/AFP

Die Reisenden waren Mitarbeiter einer Landwirtschaftlichen Universität in der nahe gelegenen Stadt Dapoli. Sie befanden sich auf ihrem jährlichen Betriebsausflug und wollten laut „Indian Express“ das Wochenende auf der Bergstation Mahabaleshwar verbringen.

Die Unglücksursache war am Sonntag noch unbekannt. Die Gebirgsstraßen können während der Monsunzeit zwischen Juni und September besonders gefährlich sein. Der Bus sei auf Matsch auf der Straße ins Rutschen geraten, sagte der Überlebende Prakash Sawant-Desai. „Als der Bus abstürzte, schaffte ich es, herauszuspringen und mich an einem Baum festzuhalten“, sagte der Uni-Mitarbeiter Reportern laut „Indian Express“. „Als ich merkte, dass der Bus immer tiefer fiel, kletterte ich den Berg hoch und hielt mich an Felsen und kleinen Bäumen fest“.

Die Polizei ließ zunächst offen, ob der Mann herausgeschleudert worden war oder aus dem Bus springen konnte. Oben angekommen habe er einen Kollegen der Universität und die Polizei angerufen.
Indien hat weltweit die höchste Zahl an Verkehrstoten. Jedes Jahr sterben etwa durchschnittlich 135.000 Menschen auf den Straßen des Landes. Zu den Gründen gehören schlechter Zustand der Fahrbahnen, verkehrsuntüchtige Fahrzeuge sowie rücksichtsloser Fahrstil.

dpa 

stol