Samstag, 23. September 2017

Busunfall mit 10 Verletzten im Zillertal - das Schlimmste verhindert

Ein in der ersten Reihe sitzender 65-jähriger Fahrgast erfasste die Situation und konnte noch rechtzeitig eine Vollbremsung durchführen, bevor der Bus über einen 100 Meter tiefen Abgrund ragend zum Stillstand kam.

Durch die Geistesgegenwart eines Fahrgastes konnte das Schlimmste verhindert werden.
Durch die Geistesgegenwart eines Fahrgastes konnte das Schlimmste verhindert werden. - Foto: © shutterstock

Am 23.09.2017 gegen 14.50 Uhr lenkte ein 76-jähriger österreichischer Staatsbürger einen Reisebus mit 21 französischen Staatsbürgern auf der Zillertaler Höhenstraße in Tirol, von der Hirschbichlalm in Richtung „Melchboden“ talwärts. Plötzlich sackte der Buslenker ohnmächtig zusammen und stürzte in den Mittelgang. Der Bus fuhr ungebremst weiter und touchierte den bergseitigen Hang.

Das Schlimmste geistesgegenwärtig verhindert

Ein in der ersten Reihe sitzender 65-jähriger Fahrgast erfasste die Situation und konnte noch rechtzeitig eine Vollbremsung durchführen, bevor der Bus bereits bis zur Hälfte über den Fahrbahnrand hinausragend über einem ca. 100m tiefen Abgrund zum Stillstand kam. Zusätzlich bohrte sich ein als Leitschiene dienender Baumstamm in den vorderen Teil des Fahrzeuges, was ebenfalls zur Abbremsung beitrug.

10 Verletzte, vier davon in Krankenhaus eingeliefert

Neben dem Busfahrer wurden noch 9 weitere Personen ärztlich behandelt. Vier Personen wurden mit Verletzungen unbestimmten Grades in das Krankenhaus Schwaz gebracht, die anderen Verletzten bzw. geschockten Personen konnten vor Ort behandelt werden.

Im Einsatz waren neben 4 Rettungsfahrzeugen 25 Mann der Feuerwehren Zell und Mayerhofen. Die Bergung des Busses erfolgte durch eine Spezialfirma. Die Zillertaler Höhenstraße blieb bis zum Abschluss der Bergung gesperrt.

stol

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