Noch in der Nacht wollen Gerichtsmediziner nach Angaben des katalanischen Innenministers Jordi Jané die Obduktionen der Opfer abgeschlossen haben. Die DNA-Daten sollten dann mit den Daten von Verwandten abgeglichen werden. Das italienische Außenministerium bestätigte, dass mehrere Italienerinnen unter den Todesopfern seien. Premier Matteo Renzi sprach von einem gebrochenen Herzen in Anbetracht der jungen, zerstörten Leben. Il cuore spezzato per le vittime italiane e per le altre giovani vite distrutte nell'incidente in Spagna.&mdash Matteo Renzi (@matteorenzi) 20. März 2016Mittlerweile ist offiziell: Bei den Toten handelt es sich um sieben italienische Studentinnen, eine aus Österreich, zwei aus Deutschland und jeweils eine Studentin aus Rumänien, Frankreich und Usbekistan, teilten die Behörden am Montag mit.Bus mit Erasmusstudentinnen unterwegsDer Bus mit 61 Insassen war den Behörden zufolge auf der Fahrt von Valencia nach Barcelona verunglückt: Kurz vor dem Morgengrauen geriet er auf einer Autobahn auf die Gegenfahrbahn, prallte mit einem anderen Fahrzeug zusammen und stürzte um.Im Bus saßen nach Angaben der Rettungsdienste Studierende aus 19 Ländern. Darunter waren viele Erasmus-Studenten, die einen Ausflug zum Abschluss des Volksfestes „Las Fallas“ in Valencia unternommen hatten.Mehr als 40 Menschen wurden verletzt. 23 Verletzte befanden sich am Sonntagabend noch in verschiedenen Krankenhäusern. Leicht verletzte Insassen sollten von den Behörden befragt werden, kündigte Jané an. Die Behörden erhoffen sich davon Hilfe bei der Identifizierung der Toten.Am Steuer eingenickt?Neben den 61 Businsassen inklusive Fahrer wurden nach Angaben der katalanischen Regionalregierung zwei Insassen eines Pkw in den Unfall verwickelt. Der Fahrer des Busses überstand das Unglück leicht verletzt. Ein Test auf Alkohol und Drogen habe keinen Befund ergeben, teilte die Justiz in Barcelona mit.Alles weise darauf hin, dass menschliches Versagen des Fahrers die Ursache des Unglücks sei, sagte Jané. Die Ermittlungen deuteten darauf hin, dass der Fahrer am Steuer eingenickt sein könnte, berichtete die Zeitung „El País“ am Montag.dpa/stol