Donnerstag, 25. Juni 2015

Carabiniere wegen Imageschaden verurteilt

Im Oktober 2010 war ein Carabiniere am Bozner Landesgericht zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt worden.

Symbolfoto
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Staatsanwalt Guido Rispoli hatte ihm zur Last gelegt, einem Autofahrer angeboten zu haben, vom Führerscheinentzug abzusehen, falls ihm dieser 400 Euro übergebe.

In dem Autofahrer wollte der Carabiniere  nämlich jenen Mann erkannt haben, der wenige Tage vorher bei einem Überholmanöver die Felge seines Privatautos beschädigt hatte.

Der „Deal“ kam zwar nicht zustande, doch für das Gericht war die Straftat schon mit der Zusage des Lenkers, bezahlen zu wollen, gegeben. Inzwischen ist das Urteil  rechtskräftig.

Jetzt muss der Carabiniere, der inzwischen im Piemont Dienst tut, auch für den Imageschaden aufkommen und ans Verteidigungsministerium 800 Euro bezahlen.

Der Rechnungshof kam zum Schluss, dass man von einem 28-Jährigen, der die Uniform trägt, erwarten könne zu begreifen,  dass ein „Privathandel“ im Dienst kein gangbarer Weg sei. 

D/rc

stol