Montag, 29. Juli 2019

Carabinieri-Mord: Starker Andrang bei Begräbnis

Über tausend Personen haben sich am Montag an der Trauerzeremonie des in der Nacht auf Freitag ermordeten italienischen Carabiniere Mario Cerciello Rega beteiligt, der von zwei US-Bürgern in Rom erstochen worden ist.

Carabiniere Mario Cerciello Rega wurde am Montag in seinem Heimatort zu Graben getragen. - Foto: AP
Carabiniere Mario Cerciello Rega wurde am Montag in seinem Heimatort zu Graben getragen. - Foto: AP

An der Trauerzeremonie in Regas Heimatort Somma Vesuviana bei Neapel beteiligten sich hochrangige Vertreter der Politik und der Sicherheitskräfte.

Die Trauerzeremonie fand in derselben Kirche statt, in der der 35-jährige Carabiniere erst vor wenigen Wochen geheiratet hatte. Ein langer Applaus ertönte, als der Sarg von sechs Carabinieri in Uniform in die Kirche getragen wurde.

Inzwischen laufen die Ermittlungen um die Bluttat auf Hochtouren, der die italienische Öffentlichkeit schwer erschüttert hat. Rega wurde erstochen, als er die US-Amerikaner wegen eines Taschendiebstahls festnehmen wollte. Er wurde mit elf Messerstichen getötet. Der Täter ist ein geständiger 19-jähriger US-Bürger, der mit einem Freund aus San Francisco nach Rom gereist war. Für den Mord verwendete er ein Bajonett nach Modell jener, die US-Marines nutzen.

Die römischen Ermittler schlossen aus, dass der Täter sich die Waffe in Rom besorgt hatte. Noch unklar ist, ob er das Bajonett aus den USA nach Rom mitgebracht hatte, ohne dass es bei Kontrollen auf den Flughäfen aufgefallen war.

Die jungen Männer sollen zuvor einem italienischen Drogendealer den Rucksack gestohlen haben, nachdem dieser ihnen statt Kokain Aspirin angeboten hatte. Dem Opfer hätten sie angeboten, gegen 100 Euro und ein Gramm Kokain den Rucksack wiederzubekommen. Am vereinbarten Treffpunkt nahmen Polizisten die Diebe in Empfang. Doch dann kam es zum Angriff.

Der Tatverdächtige erklärte, er habe den Carabiniere für einen Dealer gehalten, Angst gehabt und ihn angegriffen. Am Abend der Bluttat hatten die beiden Drogen und Alkohol eingenommen. Dies könne die Gewalt erklären, mit dem der Verdächtige auf den Carabiniere losgegangen sei.

apa

stol