Um Personen gezielt vor den Betrugsmaschen zu schützen, setzen die Beamten auch auf Präventionsarbeit. Aus diesem Grund veranstalten sie immer wieder Informationsveranstaltungen in Pfarreien, Seniorenzentren und anderen Treffpunkten, um Bürger darüber aufzuklären, wie sie Betrugsversuche erkennen und sich davor schützen können.<h3> Täter setzen Opfer gezielt unter Druck</h3>Die Betrüger gehen laut Carabinieri häufig nach einem ähnlichen Muster vor: Die Opfer erhalten häufig einen Anruf von einem vermeintlichen Beamten, der behauptet, dass ein Sohn oder Enkel in einen Verkehrsunfall verwickelt worden sei. Um eine vermeintliche Verhaftung zu verhindern, wird eine sofortige Zahlung gefordert.<BR /><BR />Darüber hinaus gibt es noch weitere geläufige Betrugsmaschen: Dabei geben sich die Täter als vermeintliche Polizeibeamten aus und behaupten, dass die Ersparnisse des Opfers gefährdet seien oder gegen Angehörige der Familie ermittelt werde.<BR /><BR />Unter dem Vorwand, die Bürger schützen oder deren Vermögen in Sicherheit bringen zu wollen, verlangen die Betrüger eine persönliche Übergabe von Bargeld und Wertgegenständen. Alternativ können auch Überweisungen auf Bankkonten gefordert werden. <BR /><BR />Um den Betrug glaubwürdiger erscheinen zu lassen, geben die Trickbetrüger teils auch vor, einen Termin bei einer Polizeidienststelle vereinbart zu haben. <h3> Der beste Schutz: Vorsicht</h3>Um sich bestmöglich zu schützen, ist laut Carabinieri Vorsicht geboten. Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte sich keinesfalls unter Druck setzen lassen. Die Täter setzen bewusst auf Angst und Zeitdruck, damit ihre Opfer keine Gelegenheit haben, die Situation zu hinterfragen.<BR /><BR />Wird beispielsweise behauptet, ein Sohn oder Enkel sei nach einem Unfall festgenommen worden, oder seien die Ersparnisse der Familie in Gefahr, sollte man das Gespräch beenden und die Angaben überprüfen.<BR /><BR />Dabei gilt: Carabinieri und andere Polizeikräfte verlangen niemals Geld oder Wertgegenstände. Niemand muss zum angeblichen Schutz Bargeld, Schmuck, Wertgegenstände oder seine Bankomatkarte übergeben. Auch Überweisungen oder Zahlungen, etwa für eine angebliche Kaution, würden Polizeibeamte niemals auf diese Weise fordern. Auch wenn die Betrüger einen späteren Termin bei der Polizei ankündigen, sollte man vorsichtig bleiben.<BR /><BR />Vorsicht ist auch geboten, wenn nach einem solchen Telefonat jemand an der Haustür erscheint. Personen, die nicht in Uniform auftreten, sollten nicht eingelassen werden.<BR /><BR />Bei Verdacht kann man über die Notrufnummer 112 die Polizei kontaktieren. Wer einen verdächtigen Anruf bekommt, sollte auflegen und anschließend selbst die 112 wählen. Am besten verwendet man dafür ein Handy oder das Telefon eines Nachbarn.<BR /><BR />Bei einem Festnetzanschluss kann es laut Carabinieri passieren, dass die Betrüger gar nicht auflegen. So können sie den Eindruck erwecken, der Anruf werde direkt an die Polizei weitergeleitet.<h3>Nicht aus Scham schweigen</h3>Wer auf eine solche Betrugsmasche hereingefallen ist oder einen Betrugsversuch bemerkt, sollte den Vorfall melden. Die Carabinieri betonen, dass Betroffene sich nicht aus Scham scheuen sollten, zur Polizei zu gehen.<BR /><BR />Auch ein gescheiterter Betrugsversuch kann den Ermittlern wichtige Hinweise liefern und dabei helfen, die Verantwortlichen ausfindig zu machen.