Donnerstag, 01. Oktober 2015

Caritas führt jetzt acht Flüchtlingsheime

Am Donnerstag öffnete das achte Flüchtlingsheim unter der Führung der Südtiroler Caritas seine Tore: Im Josefsheim in Bruneck kommen 16 Flüchtlinge unter. In den acht Häusern begleitet die Caritas damit jetzt insgesamt rund 400 Frauen, Männer und Kinder, die vor Krieg und Gewalt in ihrer Heimat geflohen sind.

Mit wenig Hab und Gut sind 16 afrikanische Flüchtlinge am Donnerstag ins Josefsheim in Bruneck eingezogen.
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Mit wenig Hab und Gut sind 16 afrikanische Flüchtlinge am Donnerstag ins Josefsheim in Bruneck eingezogen. - Foto: © LaPresse

„Die Menschen, die heute an unsere Tür klopfen, bedeuten eine große Herausforderung. Nur wenn wir den Menschen in den Mittelpunkt stellen und der Nächstenliebe den Vorrang geben, können wir im Sinne des  Gemeinwohls handeln und unser Land solidarisch gestalten“, betonen die beiden Caritas-Direktoren Franz Kripp und Paolo Valente.

Derzeit sind in Südtirol insgesamt 850 Asylsuchende in eigenen Strukturen untergebracht; etwa 400 von ihnen werden von 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Caritas begleitet und zwar in Flüchtlingsheimen in Bozen, Meran, Prissian, Vintl Mals und jetzt auch in Bruneck, wo weitere 16 Flüchtlinge im Josefsheim einen Platz finden.  „Für unsere Gesellschaft bedeutet die Ankunft dieser Menschen eine große Chance, den Umgang mit Fremden neu zu überdenken, Ängste zu überwinden und gemeinsam Lösungen zu finden“, sind die beiden Caritas-Direktoren Franz Kripp und Paolo Valente überzeugt.

Die Caritas bietet diesen Menschen nicht nur eine Unterkunft. Sie organisiert Sprachkurse, bietet den Flüchtlingen Rechtsberatungen an, unterstützt und begleitet sie beim Asylantragsverfahren und vor allem auch bei der Organisation des Alltags. In den Flüchtlingshäusern gibt es einen geregelten Tagesablauf: Alle Bewohner helfen im Haus verpflichtend mit und verrichten dort verschiedene Putz- und Waschdienste, die vorher genau eingeteilt werden.

Um die Integration der Flüchtlinge zu fördern, werden in enger Zusammenarbeit mit Pfarrcaritasgruppen, Freiwilligen und Vereinen zusätzlich Ausflüge, gesellige Zusammenkünfte oder auch Sportveranstaltungen organisiert, sodass ein breites soziales Unterstützernetzwerk entsteht. Damit will man den Austausch mit der Bevölkerung und gleichzeitig die Sprachkenntnisse der Flüchtlinge fördern.

„Unser Einsatz erfordert von allen Beteiligten viel Motivation, Energie und Zeit. Doch nur so kann die Integration dieser Menschen langfristig gelingen, was schließlich der ganzen Gesellschaft zugutekommt“, erklärt Alessia Fellin, die Caritas-Verantwortliche für den Flüchtlingsbereich.

Wer sich als freiwilliger Helfer bei der Arbeit der Caritas mit Flüchtlingen einbringen möchte, kann sich direkt an eines der Flüchtlingshäuser in seiner Nähe wenden oder den Dienst „Freiwilligenarbeit“ der Caritas kontaktieren. Die Kontaktdaten für die jeweiligen Bezirke finden sich unter http://bit.ly/1O4cWyd. Und wer für Flüchtlinge in Südtirol Geld spenden will, kann dies online unter www.caritas.bz.it oder mittels Banküberweisung an die Caritas unter dem Kennwort „Flüchtlingsarbeit und Integration“ tun.

Spendenkonten der Caritas Diözese Bozen-Brixen, unterstützt von STOL:

Raiffeisen Landesbank, IBAN: IT42 F0349311600000300200018;
Südtiroler Sparkasse, IBAN: IT17 X0604511601000000110801;
Südtiroler Volksbank, IBAN: IT12 R0585611601050571000032.

stol