Dienstag, 10. Juli 2018

Caritas: „Hunger macht keine Ferien“

Alle 3,5 Sekunden stirbt ein Mensch an Hunger, Millionen Buben und Mädchen leiden ein Leben lang unter den fatalen Folgen von Unterernährung. Darauf macht die Caritas mit ihrer Spenden- und Sensibilisierungskampagne „Hunger macht keine Ferien“ aufmerksam. Sie wurde am Dienstag am Bozner Domplatz mit einem Smartmob eröffnet.

Am Dienstag wurde die Kampagne "Hunger macht keine Ferien" im Rahmen einer Pressekonferenz eröffnet. - Foto: DLife
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Am Dienstag wurde die Kampagne "Hunger macht keine Ferien" im Rahmen einer Pressekonferenz eröffnet. - Foto: DLife

Besonders schlimm ist die Situation in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Dürreperioden wie in den vergangenen 3 Jahren bedrohen dort das Leben von Millionen Menschen.

Die Südtiroler Caritas setzt sich gemeinsam mit Projektpartnern und mit Unterstützung zahlreicher Spender gegen Hunger und Armut ein.

„Dank dieser Hilfe haben viele Familien die vergangene Dürreperiode überlebt. Jetzt, wo der Regen endlich da ist, gilt es, sich gegen kommende Katastrophen zu rüsten, damit die nächste Dürre nicht wieder lebensbedrohlich wird“, so Caritas-Direktor Paolo Valente bei der Pressekonferenz am Dienstag.

Kampagne findet zum 11. Mal statt

Die Caritas-Kampagne findet heuer zum 11. Mal statt. Zum 1. Mal beteiligen sich in diesem Jahr auch alle Südtiroler Pfarreien mit lautem Glockengeläut. Am Freitag um 15 Uhr wird damit in der Sterbestunde Jesu der vielen Opfer des Hungers gedacht.

Generalvikar Eugen Runggaldier war bei der Eröffnung dabei: „Das Läuten der Kirchenglocken zur Sterbestunde Jesu soll uns hörbar an das weltweite Sterben erinnern und auch daran, dass de3rzeit noch immer 20 Millionen Menschen akut vom Hungertod bedroht sind“.

Generalvikar Eugen Runggaldier, Caritas-Direktor Paolo Valente, Judith Hafner und Fabio Molon vom Caritas-Dienst für Globale Verantwortung bei der Pressekonferenz am Dienstag. - Foto: DLife

25 Projekte in 9 verschiedenen Ländern

Die Südtiroler Caritas unterstützt insgesamt 25 Projekte in 9 verschiedenen Ländern. Dabei setzt sie zum einen auf Nothilfe in Krisenzeiten, zum anderen auf nachhaltige Projekte, die den Menschen langfristig eine Ernährungsgrundlage sichern.

Insgesamt hat die Caritas im, vergangen Jahr über 1,3 Millionen Euro für die Hilfsprogramme in Afrika eingesetzt.

Jede Spende zählt

Möglich ist diese Hilfe auch durch die Unterstützung zahlreicher Spender aus Südtirol. Caritas-Direktor Paolo Valente bedankt sich für die große Solidarität mit den Menschen in Afrika und hofft auf weitere Hilfe.

„Jede Spende rettet Leben. Mit 25 Euro für Saatgut sichern Sie einer Familie das tägliche Brot, mit 10 Euro im Monat bekommt ein Kind in der Schule jeden Tag ein warmes Mittagessen, 100 Euro ermöglichen einer jungen Frau eine berufliche Ausbildung und die Chance auf eine sichere Zukunft“, ruft Valente zum Spenden auf.

stol/lcm

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