Dienstag, 05. Mai 2015

Caritas in Nepal: „Es ist ein Kampf gegen die Zeit“

Die Hilfe der Caritas kommt mittlerweile in vielen Bergdörfern des nepalesischen Bezirks Gorkha an: Dort ist kein Haus, kein Stall und auch keine Kornkammer mit Saatgut intakt geblieben. Die Südtiroler Bevölkerung hat bereits rund 200.000 Euro bei der Caritas gespendet.

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Foto: © LaPresse

Ein Sack Reis, ein Sack Linsen, ein paar Hände voll Tee, vier Teller, eine Pfanne und ein paar Holzbalken vom eingefallenen Haus, um Feuer zu machen: Das ist alles, was Prabin nach dem Erdbeben am 25. April geblieben ist.

Der Bauer lebt auf 1.700 Metern Meereshöhe in Taple, einem kleinen Dorf im Bezirk von Gorkha. Auf dem kleinen Terrassenfeld der Familie verdorren langsam die kleinen Reispflänzchen, weil die Bewässerungskanäle zerstört sind, die Prabin in mühevoller Handarbeit ausgehoben hat.

So wie Prabin geht es tausenden Menschen in den abgelegenen Bergdörfern. Zerstörung, Tod, Trauer und die Angst vor weiteren Erdstößen prägen den Alltag der Familien.

Die Caritas verteilt Lebensmittel, sauberes Wasser und Hygieneartikel, sowie Zelte und Plastikplanen, damit sich die Menschen vor dem Monsun schützen können, der im Juni kommen wird. Sie sorgt auch für ärztliche Versorgung. 

Zahlreiche Südtiroler unterstützen die Hilfsmaßnahmen für die  Erdbebenopfer in Nepal: Insgesamt 200.000 Euro sind bereits auf den Spendenkonten der Caritas eingegangen.  

Wer die Nothilfe für die Erdbebenopfer in Nepal unterstützen möchte, kann dies unter dem Spendenkennwort „Nepal“ über folgende Bankkonten der Caritas tun: 

Südtiroler Sparkasse, IBAN: IT17X0604511601000000110801

Bank für Trient und Bozen, IBAN: IT66A0324011610000006000065

Raiffeisen Landesbank, IBAN: IT42F0349311600000300200018

Südtiroler Volksbank, IBAN: IT12R0585611601050571000032

stol