Freitag, 24. April 2020

Caritas Italia meldet starken Zuwachs von Hilfsanfragen

Die italienische Caritas meldet eine zunehmende Zahl von Hilfesuchenden seit Ausbruch der Coronavirus-Epidemie im Land. Die Zahl der Personen, die sich an die Caritas wandten, stieg seit Beginn dem offiziellen Beginn der Epidemie am 20. Februar um 114 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019, wie aus einer Umfrage unter 70 Diözesan-Caritas-Strukturen in ganz Italien hervorgeht.

Viele Menschen in Italien können sich keine Lebensmittel mehr leisten. Sie wenden sich deshalb häufig an die Caritas.
Viele Menschen in Italien können sich keine Lebensmittel mehr leisten. Sie wenden sich deshalb häufig an die Caritas. - Foto: © shutterstock
An die Hilfsorganisation wenden sich demnach immer mehr Menschen mit finanziellen und beruflichen Problemen. Diese brauchen vermehrt Lebensmittel. Daher verteilt die Caritas Lebensmittelgutscheine sowie Geldbeträge zur Bezahlung von Rechnungen oder Mieten.

„Es besteht auch ein wachsender Bedarf an Leitlinien für den Zugang zu Unterstützungsmaßnahmen“, berichtete die Caritas, die sich derzeit sehr bemüht, um Menschen persönliche Schutzausrüstung wie Atemschutzmasken und Handschuhe zukommen zu lassen.Schutzausrüstung sei bereits an rund 40.000 Menschen verteilt worden, teilte die Hilfsorganisation mit.

Seit Ende März haben die Gemeinden in Italien begonnen, Einkaufsgutscheine zu verteilen, oder direkt Lebensmittelprodukte an Familien in finanziellen Nöten zu liefern. Dies erfolgt auch mithilfe ehrenamtlicher Helfer. Zugleich werden Spenden gefördert. Premier Giuseppe Conte appellierte an den Großhandel, Bürgern, die mit Einkaufsscheinen Waren erwerben, Preissenkungen zu gewähren

apa