, betonen die beiden Caritas-Direktoren Franz Kripp und Paolo Valente anlässlich der diesjährigen Kampagne „Not ist näher als du denkst“ zum Caritas-Sonntag, der in den Pfarreien am 13. November begangen wird. Im Mittelpunkt stehen dabei die Frauen und Männer, die aus den verschiedensten Gründen ihr Zuhause und damit jegliche Sicherheit im Leben verloren haben."Mit dem Ausdruck ,Obdachlose‘ waren früher in erster Linie jene Personen gemeint, die unter der Brücke oder auf der Parkbank geschlafen haben, unrasiert und ungepflegt, neben sich einen Weinkarton. Diese klassische Form der Obdachlosigkeit gibt es zwar heute auch noch. Neu hinzugekommen ist jedoch eine andere Form der Obdachlosigkeit, besser gesagt der Wohnungslosigkeit“, so Kripp und Valente. "Neue" ObdachloseDiese "neuen" Obdachlosen stammen, so die Direktoren, immer öfter aus Bevölkerungsschichten, die noch vor wenigen Jahren weit entfernt von einem Leben auf der Straße waren – und das ganz unabhängig vom Alter. "Mehrheitlich sind es junge Arbeitslose, Rentner oder Getrennte und Geschiedene, aber auch immer öfter arbeitende Menschen mit zu geringem Lohn, die sich keine Wohnung mehr leisten können", betont auch Danilo Tucconi, Verantwortlicher für den Bereich "Obdachlosigkeit" innerhalb der Caritas."Ohne feste Bleibe ist es jedoch schwer, sich seinen Alltag zu organisieren, gepflegt am Arbeitsplatz zu erscheinen und soziale Kontakte zu halten. Die Folgen sind absehbar: Die Betroffenen verlieren ihren Job oder finden keinen neuen, rutschen ins soziale Abseits und damit auch nicht selten in Abhängigkeitserkrankungen und/oder psychische Probleme, wenn diese nicht schon vorher da waren." Dem versucht die Caritas in ihren neun Einrichtungen für wohnungs- und obdachlose Menschen entgegenzuwirken. Dort sind im Moment fast 300 Personen - darunter Männer, Frauen und ganze Familien - untergebracht. Insgesamt waren es im Jahr 2016 rund 800 Personen, die hier Zuflucht gefunden haben. Am Sonntag ist Caritas-Sonntag"Natürlich ist es wichtig, dass die Betroffenen erstmal wieder ein Dach über dem Kopf haben, warme Mahlzeiten bekommen und auf ihre Hygiene achten können“", so Tucconi. "Doch genauso wichtig ist es auch, dass wir ihnen dabei helfen, wieder ein selbstbestimmtes Leben in Würde führen zu können. Eine sinnvolle Beschäftigung und eine angemessene, autonome Wohnmöglichkeit sind die wichtigsten Voraussetzungen dafür. Dieser zukunftsorientierte Ansatz ist uns als Caritas sehr wichtig." An diesem Sonntag, dem Caritas-Sonntag, findet eine Kirchensammlung statt. Außerdem gibt es stest die Möglichkeit, die Arbeit der Caritas für Menschen in Not in Südtirol mittels einer Banküberweisung unter dem Kennwort "Caritas" zu unterstützen. "Wir sagen Ihnen dafür schon im Voraus Vergelt’s Gott", schließen die beiden Direktoren.stol