Freitag, 12. März 2021

Carla Perselli: „Konnten den Tod unserer Lieben noch nicht beweinen“

Am Donnerstag hat sich die Carla Perselli, Schwester der von Benno Neumair ermordeten Laura Perselli, mit einem Schreiben an die Öffentlichkeit gewandt.

Carla Perselli, die Schwester von Laura Perselli, schreibt: „Wir konnten den Tod unserer lieben Angehörigen noch nicht beweinen.“
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Carla Perselli, die Schwester von Laura Perselli, schreibt: „Wir konnten den Tod unserer lieben Angehörigen noch nicht beweinen.“ - Foto: © privat
Darin nahm sie zunächst Stellung zu Medienberichten ihrer ersten Reaktion auf Benno Neumairs Geständnis: Wenn sie auch ihre Verbitterung zum Ausdruck gebracht habe, dass sie von den Aussagen Benno Neumairs nur aus den Medien erfahren habe, ändere dies nichts an ihrem Vertrauen in die Arbeit der Justiz und in die Hartnäckigkeit der Ermittler.

„Es fiel mir schwer, mich mit der Dynamik, den Zeitplänen und den unvermeidlichen Regeln der Justiz auseinanderzusetzen, die ja glücklicherweise in keinster Weise zu unserem täglichen Leben gehört haben –bis zu jenem schrecklichen 5. Jänner.“

Sie sei den Einsatzkräften äußerst dankbar dafür, dass sie den Leichnam ihrer Schwester Laura gefunden haben, schreibt Perselli weiter.

Und sie vertraue fest darauf, dass die volle Wahrheit ans Tageslicht kommen werde, was dazu beitragen könne, den großen Schmerz zu ertragen, der die Hinterbliebenen bislang selbst davon abgehalten hat, den Tod ihrer Lieben zu beweinen.

Die Tragödie der Familie Perselli/Neumair stehe voll im medialen und öffentlichen Interesse.

„Ich wäre erleichtert, wenn sich dieses Interesse auf jene Leute konzentrieren würde, die mit unermesslicher Energie auf der Suche nach dem Leichnam von Peter Neumair waren und sind“, schließt Carla Perselli.

Auch Benno Neumairs Schwester Madé sowie Peter Neumairs Schwester Michaela hatten sich an die Öffentlichkeit gewandt.

stol