Ihre Namen sind nicht unbekannt. Xavier Oberson ist Universitätsprofessor in Genf. Charles Poncets Namen fiel bereits mehrfach u.a. im Zusammenhang mit der Verhaftung von Gaddafis Sohn Hannibal in der Schweiz. Sie sollen es also richten - und der Grödner Eiskunstläuferin bei ihrem Rekurs beistehen. Denn die Sperre von 16 Monaten, die am 16. Jänner vom italienischen Anti-Doping-Gericht verhängt wurde, sei laut Kostner "ungerecht".Kostner: "Das reicht mir nicht""Ich haben meinem Ex Alex Schwazer niemals geholfen, sich zu dopen. Ich bin froh, dass zumindest das vom CONI offiziell anerkannt worden ist. Aber das reicht mir nicht", begrüdnet Kostner ihren Schritt laut "Gazzetta dello Sport" von Mittwoch. Kostner fühle sich zu Unrecht gesperrt. "Ich werde mich auf jede erdenkliche Weise verteidigen, bis nicht auch das letzte bisschen Wahrheit herausgekommen ist", so die Eiskunstläuferin. Rekurs ist auch ein WagnisDadurch, dass Koster die über sie verhängte Strafe nicht anerkennen will, geht sie durch den Einspruch aber auch ein Risiko ein. Auch die Staatsanwaltschaft kann sich wiederum einbringen und ein höheres Strafmaß fordern.Die Staatsanwälte Tammaro Maiello und Mario Vigna hatten nämlich im vorhergehenden Prozess eine Sperre von zwei Jahren und drei Monaten für Kostner gefordert. Dem war das Gericht aber nicht gefolgt. Wie sich die Staatsanwaltschaft diesbezüglich verhalten wird, ist noch nicht klar. Mildernde Umstände?Die Strategie der Verteidigung am CAS in Lausanne lautet nun, die Urteilsbegründung zu zerpflücken. Statt des Tatbestandes der "Komplizenschaft, zweiten Grades" (Art. 2.9) soll eine mildere Strafe nach neuem Anti-Doping-Kodex angewandt werden - aufgrund von "nicht signifikanter Nachlässigkeit" (Art. 4.5.2.1).Kostners Anwälte wollen bis zu einer "vollständigen Rehabilitation" ihrer Mandantin kämpfen. stol/ker