<BR />Vor drei Jahren hat die damalige Gemeindeverwaltung unter Bürgermeister Josef Nöckler der „Cascade“ den Stecker gezogen: Wegen ausufernder Kosten wurde die Anlage geschlossen. Es folgten eine Gemeindekrise, ein Misstrauensantrag gegen Nöckler und Neuwahlen – die Nöckler erneut gewann. Nach dem Naturbadeteich wurde vor zwei Jahren auch der Saunabetrieb wieder aufgenommen – geführt von einem privaten Konzessionär. Und das mit Erfolg. „Am Sonntag musste der Eingang geschlossen werden, weil die Sauna voll war“, erzählt Reinhard Innerhofer, Alleinverwalter der gemeindeeigenen Sportcenter GmbH, die für die „Cascade“ zuständig ist. <h3> Die Aufzüge als Problemfall</h3>Ein „großes technisches Problem“ habe jetzt den Weiterbetrieb aber fast verhindert. „Die Aufzüge für den behindertengerechten Zugang wurden beim Bau falsch eingebaut und waren für eine derartige Struktur nicht geeignet“, erklärt Innerhofer. Für diese gab es keine technische Abnahme mehr, die aber Voraussetzung für eine Konzessionsvergabe sei. „Inzwischen ist das Problem gelöst – spätestens im Frühjahr werden zwei neue Aufzüge eingebaut.“ <h3> Ein bekanntes Gesicht lässt sich blicken</h3>Auf Anregung des bisherigen Betreibers wird die Konzession nun für zwei Jahre vergeben, mit Option auf Verlängerung um weitere zwei. Der bisherige Konzessionär ist unter den Interessenten, zu den anderen will Innerhofer nur so viel sagen: Alle seien erfahren in der Führung solcher Strukturen. Nicht bestätigen will er ein Gerücht, das im Dorf die Runde macht: Demnach sei ein ehemaliger Direktor der „Cascade“ wieder im Ort gesichtet worden, dessen Vertrag vor fünf Jahren nicht verlängert worden ist. Dieser hatte daraufhin öffentlich gemacht, Anzeige erstattet zu haben, weil er sich aufgrund seiner Einsprachigkeit diskriminiert fühle. Ob er unter den Interessenten sei, lässt Innerhofer offen. <BR />Auch Martina Kirchler von der SVP kennt die Dorfgespräche. „Für uns ist und bleibt wichtig, dass die gesamte Struktur der ,Cascade‘ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird – aber nicht um jeden Preis“, sagt sie. Es müsse Sorge getragen werden, dass die Führung in „zuverlässige und vertrauenswürdige Hände“ gelegt werde.<BR /><BR /><embed id="dtext86-72156953_quote" /><BR /><BR />Dies obliegt einer Kommission, die von den Interessenten eingeholte Angebote prüfen wird. „Dabei geht es um Konzepte, Zukunftsperspektiven, die Einbindung von Bevölkerung und Urlaubern, um Nachhaltigkeit und Instandhaltung“, erklärt Innerhofer. Im Idealfall zeige ein Bewerber, wie sich die gesamte Anlage wieder in Schwung bringen lasse. „Die Ausschreibung jetzt betrifft Sauna und Naturbadeteich, doch unser Ziel ist, auch das Hallenbad wieder in Betrieb zu nehmen“, so Innerhofer. „Es kann nicht sein, dass Kinder aus Rein bis Reischach fahren müssen, um schwimmen zu lernen.“<h3> Abriss und Hotelbau?</h3>In den nächsten zwei Jahren sollen Lösungen geprüft werden. Ein Abriss und Hotelbau, wie ihn Bürgermeister Nöckler zuletzt im Gemeinderat ins Gespräch gebracht hat, sei unmittelbar keine Option – auch weil der Standort keine Tourismuszone sei. „Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden“, sagt Innerhofer. „Die ,Cascade‘ soll im Besitz der öffentlichen Hand bleiben und mit Partnern zu einer tollen Struktur für Bevölkerung und Gäste werden.“