Das bestätigte der Pressesprecher von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, Hermann Muhr, gegenüber der APA. Dem siebenköpfigen Gremium gehört demnach auch ein ranghoher Vertreter der US-Bundesbehörde FBI (Federal Bureau of Investigation) an.Bereits Ende Juni hatte ein Parlamentsausschuss empfohlen, die Ermittlungen durch Cold Case-Spezialisten neuerlich evaluieren zu lassen. Bei der neuerlichen Überprüfung ist auch die Mitwirkung des Präsidenten des deutschen Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke, fixiert.Für die neuerliche Evaluierung soll ein mit mindestens 14 Mitgliedern besetztes „Projektteam“ zuständig sein. Dieses ist ebenso mit hochrangigen Vertretern des Innen- und Justizministeriums, des Verfassungsschutzes, einem Staatsanwalt der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, mehreren Kripobeamte und mindestens einem Vertreter des FBI und des deutschen BKA besetzt.Die gesamte Überprüfung soll bis Ende 2012 laufen. Dabei gehe es um eine „ordentliche und transparente Aufarbeitung des Falls“, hieß es aus dem Innenministerium. Sollten sich neue Verdachtsmomente ergeben, müssten diese von österreichischen Behörden wiederum im Rahmen eines neuen Ermittlungsverfahrens geklärt werden.Kampusch war als Zehnjährige 1998 von Wolfgang Priklopil entführt worden und konnte im Sommer 2006 aus der Gefangenschaft flüchten. Priklopil beging daraufhin Selbstmord. Immer wieder gab es in dem Fall Verschwörungstheorien und Gerüchte über mögliche Mittäter. apa