Sonntag, 29. Januar 2017

Causa Taxi: Staatsanwalt ermittelt gegen Bruder des Fahrers

Der Fall rund um den Bozner Taxifahrer, der einen Fahrgast beleidigt und tätlich angegriffen haben soll, ist um ein weiteres Kapitel reicher.

Die Fall rund um eine angebliche Aggression in einem Bozner Taxi beschäftigt Gericht und Gemeinde gleichermaßen.
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Die Fall rund um eine angebliche Aggression in einem Bozner Taxi beschäftigt Gericht und Gemeinde gleichermaßen. - Foto: © shutterstock

Wie am Sonntag bekannt wurde, ist der Bruder des Taxifahrers ins Ermittlungsregister eingetragen worden. Die Ermittlungshypothese lautet auf Verletzung des Amtsgeheimnisses und der Privacy. Der Mann arbeitet als Polizist bei der Bozner Quästur und soll einige Male Informationen zu jener Frau eingeholt haben, die sein Bruder im Taxi angegriffen haben soll.

Der Fall geht auf Anfang Dezember zurück

Der Fall rund um den Bozner Taxifahrer war noch im vergangenen Jahr öffentlich geworden: Wie berichtet, ereignete sich der Vorfall in einer Nacht Anfang Dezember. Eine 33-Jährige, ursprünglich aus Kenia, aber in Südtirol wohnhaft, hatte ein Taxi gerufen, doch soll sich in dem Fahrzeug Streit zwischen ihr und dem Lenker entwickelt haben.

Der Taxi-Fahrer soll die Frau beschimpft und körperlich attackiert haben, sie erstattete Anzeige. Kurz darauf zeigte dann auch der Taxifahrer die Frau an. Er gab an, bei der Auseinandersetzung Verletzungen im Gesicht davongetragen zu haben. Der Vorwurf lautet auf Körperverletzung.

Gemeinde entscheidet diese Woche

Abgesehen von den strafrechtlichen Verfahren die nun anstehen – der Staatsanwalt ermittelt –, ist auch Bozen gefordert. Immerhin ist es die Gemeinde, die die Taxi-Lizenzen erteilt und sie auch wieder entziehen kann. Diese Woche entschied sich die eingesetzte Taxi-Kommission für eine Geldstrafe für den Taxifahrer: Er soll 1000 Euro bezahlen. Die Grüne Stadträtin Maria Laura Lorenzini hatte mit ihrer Forderung, den Taxifahrer zu suspendieren, keinen Erfolg.

Die Entscheidung der Kommission gilt allerdings nur als Richtschnur. Am Montag wird in der Gemeinde die definitive Entscheidung über Suspendierung oder Strafe fallen.

stol

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