Mittwoch, 18. März 2015

CeBIT – Experten warnen vor Risiken vernetzter medizinischer Geräte

Vernetzte medizinische Geräte könnten in der Zukunft wegen nicht erkannter Schwachstellen als tödliche Waffen eingesetzt werden.

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Davor haben Experten der IT-Sicherheitsfirma McAfee gewarnt. „Wenn ein vernetztes Gerät in den menschlichen Körper implantiert wurde, sind die Konsequenzen eines Cyberangriffs besonders bedrohlich“, hieß es in einem neuen McAfee-Bericht.

Potenziell noch gefährlicher als gezielte Anschläge seien Computerviren. „Theoretisch könnte sich Schadsoftware im Internet verbreiten und alle Personen mit einem anfälligen Gerät treffen.“

Der Computerexperte Jay Radcliffe, der selbst Diabetiker ist, hatte bereits 2011 demonstriert, dass er Insulinpumpen über Funk manipulieren konnte. Ihm gelang es, bei den Pumpen, die Insulin-Injektionen ersetzen, die Dosis zu beeinflussen. Wenig später entdeckte der 2013 verstorbene Hacker Barnaby Jack weitere Schwachstellen. Noch ein Schreckensszenario in dem McAfee-Bericht sind Herzschrittmacher, die tödliche Stromstöße abgeben können.

apa/dpa

stol