Sechs Tote und zwei Schwerverletzte hat das tragische Unglück am Freitagabend auf der Olimpia-2-Piste gefordert (STOL hat berichtet). Am Montag hat das Trientner Landesgericht die Ermittlungen aufgenommen.Lenker des Schneemobils, das zuerst einen Sicherheitszaun durchbrochen hat und anschließend rund 100 Meter in einen Wald gestürzt ist, war Iagafarov Azat.Sechs Menschen, die im Gepäcksanhänger saßen, starben. Der Fahrer und sein Beifahrer hingegen überlebten den Unfall – sie erlitten unzählige Knochenbrüche.Schneemobil hatte nur eine BremseUnter der Koordination von Staatsanwalt Davide Ognibene laufen nun Ermittlungen gegen Azat Iagafarov wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung.Iagafarov führt gemeinsam mit seiner Frau, die bei dem Unfall ums Leben gekommen ist, das „Sporting Hotel“ in Cermis.Gegenüber den Carabinieri soll er angegeben haben, dass er das Schneemobil plötzlich weder lenken noch anhalten konnte. „Es muss einen Defekt gegeben haben“, so der 58-Jährige.Angeblich soll das Fahrzeug, das nicht mehr das neueste war, nur eine Bremse besitzen, der Anhänger gar keine.Das Schneemobil war eigentlich nur für den Transport von Waren bzw. Gepäck zugelassen. Es wurde beschlagnahmt, eine technische Untersuchung soll angeordnet werden.Staatsanwalt: „Tragödie nicht auf Alkoholkonsum zurückzuführen“Laut den Ermittlern soll Azat Iagafarov an dem Abend außerdem Alkohol getrunken haben.Die Staatsanwaltschaft ordnete deshalb nähere Untersuchungen zum Alkoholspiegel im Blut des Mannes an.Am frühen Montagnachmittag wurde ersten Ergebnisse bekannt: „Die Tragödie in Cermis ist nicht auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen“, so die Trientner Staatsanwaltschaft.Denn die Menge des Alkohols im Blut des Mannes habe sich nur leicht über dem erlaubten Limit befunden, so Staatsanwalt Giuseppe Amato.Nicht übermäßiger Alkoholkonsum habe demnach zum Unfall geführt, sondern leichtsinniges Verhalten.Wie sich herausstellte, gab es keine Genehmigung für die Fahrt vonseiten der Gemeinde. Diese hatte die Fahrt nach Anfrage verweigert.stol